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mehr übrig, als die traurige Wahl zwischen physi-schem oder moralischem Untergang.
Besitzt das Land natürliche Wehren, so werdenzwar unstreitig auch der Verlust größerer Treffenweniger entscheidend und theilweise Angriffs-Unter-nehmungen desto leichter. — Daß aber auch die stärk-sten natürlichen Hindernisse in der Fronte nicht uner-steiglich, und in den Flanken nicht unzugänglich seyen,beweist die neuere Kriegsgeschichte, deren unser Vater-land zum Schauplatze diente.
16) Stehen hingegen jene natürlichen Wehren mitfesten Plätzen in Verbindung, so dienen die letzter»den Erster» als keiner Umgehung und keiner schnellenErstürmung ausgesetzte Grundpfeiler des Vertheidi-gungs-Systems, in welchen die angehenden Streitergebildet, die Kranken geheilt, die Wehrlosen sichergestellt, die Kriegs- und Mundvorräthe angehäuft, dieöffentlichen und Privatschätze des ganzen Landes ver-wahrt, und durch deren weit ausgedehnte Wirkungs-sphäre die Defensiv-Operationen in offenem Felde er-leichtert werden.
Solche Grundfesten der Streitkraft bildeten in Ver-bindung mit den davor liegenden verschanzten Lagern:
Nürnberg im dreyßigjährigen, Schweidnitz im siebenjährigen, Cadix und Lissabon im spanisch-portugiesischen Kriege.
2. Als strategische Central-Punkte.
17) Strategische Punkte*) heißen diejenigen(meistens durch die natürliche Gestaltung des Bodens
*) Strategisch heißen diese Punkte von der Strategie alsdemjenigen Zweige der Kriegskunst, der sich mit dem Großen