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die Beschwerden der anfänglichen Gewaltmärsche,und die schlechte Verpflegung, welche man ihnenim eignen Vaterlande reichen ließ, erschöpftenalsbald ihre Kräfte. Der größere Theil derCommissaire und Employés war durch edleSelbstliebe, und des Höchsten unbegreifliche Lang«Muth in Rußland dem Verderben, und durchSchlaffheit der Gesetze, oder durch Protekzionin Frankreich, der Strafe entgangen.
Vielleicht auch schonte man diese Unmenschen,weil sie von neuem nöthig wurden; ihre Entbehr-lichkeit bewieß sich indeß, gleich in den ersten Ta-gen, selbst auf dem vaterländischen Boden. .
Die neuausgehobenen Konscribirten kamen inMainz an, oder passirten den Rhein an mehre-ren Orten. Jedoch war Mainz immer derHauptpunkt, theils wegen der Leichtigkeit desUeberganges, und der von da weiter führendenStraßen, theils weil man, von dort aus, allerWelt verkündigen konnte, welche gigantische Mas-sen zur Beglückung des übrigen Continents her-beiströmten. Hier war, zu Ende des MonathMärz und zu Anfang Aprils, ein unglücklichesGewühl von gesunden und kranken Soldaten.Die Zurückkehrenden hinkten, die Ausziehendenauch; die Heimkommenden hungerten, die Marsch-fertigen auch. Kurz man erblickte die menschli-chen Gebrechen, die sich so oft in der Person des