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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Die Franzosen übertrieben dieses Aufrücken,wahrscheinlich durch vorherergangene, strenge Be-fehle genöthigt, noch mehr; sie verdoppelten undverdreifachten sehr oft die Kolonnen, wenn dasTerrain es ihnen gestattete, und würden sie ver-zehnfacht haben, wenn der Weg breit genug ge-wesen wäre. Selbst ganz verschiedene Truppen-gattungen, Kavallerie, Infanterie, Artillerie,Generalstaab und Train erlaubten sich, oft allezugleich und ohne Noth, diese Freiheit, und esentstand eine Verwickelung, etn Gedränge in denKolonnen, welches den wesentlichsten Nachtheilhatte. So lange die Armee vorwärts ging,konnte sich ein solcher Knaul noch ohne großeZnkonvenienz entwickeln; man denke sich aberdie Verwirrung, welche, wenn einmal eine Ar-mee daran gewöhnt ist, hieraus auf einem Rück-zug entstehn muß. Man hat die bösen Folgenmehr als einmal empfunden.

Die französische Infanterie bestand also größ-tenteils nur aus Conscribirten; man hatte aber,um den großen Verlust der alten Garde diein einem glänzenden Zustand nach Rußland ge-gangen war zu ersetzen, ein neues Corpsunter dem Namender jungen Garde" errichtet.So viel ich weiß, war der Plan auf 14 Regi-menter, mit Einschluß der Voltigeurs und Flan»keurs, gemacht worden. Ob sie alle vollzählig