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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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wendet worden. Die Stellmacher und Schmiede,Sattler und Riemer hatten zahlreiche Colonnenvon Wagen erschaffen, und es ist nicht zu laug-neu, daß in dieser Rücksicht sehr viel gethanworden war, und noch viel gethan wurde.Vorzüglich prangte auf dem neuen Heereszugder Train déquipages de la garde in langenLinien und großer Ordnung. Man hatte in Ruß-land die traurige Erfahrung gemacht, daß dasTrennen und Zurückbleiben einzelner Theile derKolonnen von den entsetzlichsten Folgen gewesen,und Alles den Kosaken in die Hände gefallenwar. Daher schrieen, sogleich bei dem gering-sten Zurückbleiben eines einzelnen Wagens, dieBrigadiers, oder nachfolgenden Train-Solda-ten: «errer:! serrez! (angeschlossen! angeschlos-sen!) so daß wegen einer Verlornen Distanzvon zwey Schritten, die folgenden hundert Wa-gen alle im Trab anrücken mußten. Durch die-ses Heranprellen und schnelle Pariren wurde dieBespannung unglaublich ermüdet. So wesent-lich es auch war, die Marschordnung gehörigzu beobachten, und so gewiß jeder verständigeKommandant einer marschirenden Kolonne daraufsehen wird, daß die einzelnen Theile sich immöglichsten Zusammenhange folgen, so ist dochein allzuängstliches Aufrücken ganz zweckwidrigund erschöpft, ohne Noth, die Marschirenden.