untrüglich gepriesenen Führers, den Feind indie Nahe der Reichsgrenze führen konnten.Aber auch die Nation war jetzt noch bereitwilligzur Darbringung großer Opfer. Die Völkerdes Nordens, die kurz vorher so verhöhnt wor-den waren, nunmehro — wenn nicht ein gün-stiger Schlag es abwendete — auf französischemBoden als Sieger zu dulden, mit dieser Er-scheinung die ganze Glorie des so theuer erkauf-ten militärischen Ruhms erlöschen zu sehen, undals die große Nation sich sogar Gesetze vorschrei-ben, oder zerstückeln zu lassen, — dieser Ge-danke machte wohl in dem kritischen Momentedie ganze angeerbte Eitelkeit, den ganzen Na-tionalstolz rege. Es schien nothwendig, womöglich nur eine Schlacht zu gewinnen, umnicht als die gänzlich Besiegten, und bisin ihr Vaterland Verfolgten, von der bluti-gen Scene abzutreten. War diese Schlachtgewonnen, hatte Frankreich gezeigt, welcheQuellen der Kraft und des Widerstandes esnoch in sich fasse, dann war es Zeit, mit derallergrößten Mäßigung Frieden zu schließen, unddie geschlagenen Wunden durch weise Ruhe zuheilen. Die National-Ehre wäre gerettet ge-wesen, und Frankreich konnte sich glücklich prei-sen, in einer so kritischen Lage noch die Ach-tung von Europa erzwungen zu haben. So
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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
Seite
22
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