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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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«n. Der General Dombrowsky hatte hier einelange Unterredung mit dem Kaiser. Die Er-müdung der Truppen und ihr Mißvergnügen,welches sie durch vernehmbare Schimpfworteäußerten, nahmen in gleichem Grade zu; siestrengten die letzten Kräfte an, um Erfurtzu erreichen. In Eckartsberge 'gab man denBestand der ganzen Armee, nach den Listen,moch auf 100,000 Bewaffnete an; doch glaub'ich schwerlich, daß er diese Zahl erreichte. Na-poleon ließ sein Hauptquartier nach Qllendorf,auf den halben Weg zwischen Buttelstadt undErfurt, verlegen. Zwischen Buttelstadt unddiesem Dorfe zeigten sich, rechts seitwärtsvon der Straße, ein paar Kosaken - Schwadro-nen, wahrscheinlich von dem Czernitschew'schenCorps. Es ward einige Reiterei gegen sie aus-geschickt; man bemerkte aber deutlich NapoleonsVerlegenheit über diese Erscheinung, und daihre Stärke durch den Boden verdeckt war, undman nicht beurtheilen konnte, was ihnen etwafolge, so ritt der Kaiser außerhalb der Dörferherum, um jeder Verwirrung vorzubeugen.

Man sieht hieraus die Unannehmlichkeit derRückzüge großer Massen auf einer einzigenStraße, von weniger oder keiner Reiterei be-gleitet. Die Kosaken sahen dem Marsch desKaisers und seiner Garden ruhig zu. Zn OU