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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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über Arnstadt, wo die verbündeten Monarchenam 27sten ihr Hauptquartier hatten. Erfurîward nur blokirt, erst unter dem Befehl desFürsten Gortschakow, dann des Generals Gra-fen Wittgenstein. So lange, als Napoleon inder Stadt war, blieb Alles umher ruhig. Manspürte den Krieg kaum und dachte blos an Pestund Hungersnoih. Was sich bewegen konnte,mußte fort.

Der König von Neapel ging voraus, um,wie es hieß, frische Truppen aus Mainz entge-gen zu führen; er reiste aber auf dem linkenRheinufer nach Italien.

Endlich, am 25sten Oktober, früh um 3 Uhr,verließ auch der Mann, welcher so viele undungeheure Kräfte in Bewegung gebracht hatte,und doch unbeweglichen Sinnes gebliebenwar, bei Regen, Wind und Dunkelheit dieStadt und eilte feinem künftigen verhängnißvol-len Schicksale entgegen. Dein Ansehen warernst und ruhig. Berthier saß bei ihm im Wa-gen, Caulincourt, Maret und Alle, die zu seinemHause gehörten, folgten nach der gewöhnlichenVorschrift.

Von 4 bis 6 Uhr zog der Nachtrab mir Ruheund Ordnung durch Erfurt; in der Stadt blie-den nur einige hundert Mann Besatzung undwenig Geschütz. Das verbündete russisch - preuft

Dbr