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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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An demselbtgen Tage rückte Davoust mit sei«ner Heerabtheilung in Dresden ein. Gleich nachseiner Ankunft wurden die Vertheidigungsanstaltenauf der Brücke und in Neustadt mit verdoppeltemEifer wieder angefangen. Schon vorher war befoh-len worden, alle Hausthüren Abends um zehn Uhrzu schließen, und Jeden, der sich nach halb io Uhrin den Straßen zeigte, anzuhalten. Jeder Einwoh-ner, der über die französischen Vorposten auf demrechten Ufer hinausgehen wollte, mußte sich mit ei-ner Ausgangskarte versehen. *) Der Graf Rey -nier übergab seine Heerabtheilung dem Divisions-general Durutte und verließ darauf die Stadt,wo der Marschall den Oberbefehl übernahm. Diefranzösische Vorpostenlinie wurde weiter ausgedehnt.Am folgenden Tage, dem 14., rückte ein Theil derBesatzung auf die Straße nach Königsbrück aus,und auf der Waldhöhe, eine Stunde von der Stadt,entstand ein Vorpostengefecht vor den Augen derneugierig ausziehenden Einwohner, welche sich dreistin die Nähe des Kampfplatzes drängten. Tagsdarauf verbot eine öffentliche Bekanntmachung **>den Städtern, sich über die Vorposten hinaus zuwagen; alle Verbindung mit der Gegend des rech-ten Elb- Ufers ward aufgehoben und selbst der Ver-kehr mit der Neustadt beschränkt. Bei dem erstettKanonenschüsse, der auf dem rechten Elb-Ufer fiele,sollte sich Jedermann sogleich nach Hause begeben.

*) Beilage VL

Beilage vir.