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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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14
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ber Marfchall Davonst, Fürst von Eckmühl, mitseiner Heerabtheilung von ungefähr 12,000Mann*)in Meißen angekommen. Schon einige Tage vor-her hatte der baierische General von Nechberg,auf Anordnung des Grafen Reynier, Anstaltengetroffen, welche die Verbrennung der, mit einemgroßen Hängewerke versehenen, Elbebrücke ankün-digten. Auf des Stadtraths Bitten ward bewil-ligt, nur das kleinere hölzerne Fach bei der An-näherung der Nuffen abbrennen zu lassen, und eswurden Vorkehrungen getroffen, die Verbreitungdes Feuers zu verhüten. Der Fürst von Eckmühlaber gab gleich nach seiner Ankunft Befehl, dieganze Brücke abzubrennen, um dem Feinde denUebergang desto mehr zu erschweren. In der näch-sten Mitternachtstunde des zwölften Märzes loderteder kunstvolle Bau empor; ein furchtbar prächtigesSchauspiel. In den Frühstunden des nächstenTages verließ der Marschall die Stadt, um andem linken Ufer nach Dresden hinauf zu ziehen,und während die Vaiern das linke Ufer der Elbeunterhalb Meißen besetzten, blieben ungefähr 200Franzosen in der Stadt zurück, welche Geschützauffuhren, das die Trümmer der Brücke bestrick).Schon am Abende dieses Tages zeigten sich Kosak,ken in den nächsten Dörfern auf dem rechten Ufer,der Stadt gegenüber. **)

*) In französischen Blattern, mit Uebertreibung, jtt25,000 Mann mit 10© Kanonen angegeben.

") Beilage V .