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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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war früher schon verschlossen gewesen. In denNachmittagstunden des folgenden Tages wurdenalle in beiden Stadttheilen liegende Truppen ge-mustert. DieKranken waren bereits, aus der Neu-stadt, auf das linke Elb-Ufer gebracht worden,und man fing an, auch einen großen Theil derdort befindlichen Vorräthe hinüber zu schaffen.Die Anstalten zur Sprengung des Brückenpfeilerswaren der Vollendung nahe. Schon sah man diemit Pulver gefüllten Leitungschläuche aus den zu-geworfenem Oeffnungen hervorblicken. Nach An-druck) der Dunkelheit fing man an, das Kreuzmit dem kunstreich aus Metall gegossenen und glän-zend vergoldeten Bilde des Heilands, das vor un-gefähr achtzig Jahren auf einem Felsenblocke überdem nächsten Pfeiler errichtet ward', herabzuneh-men. *) Während der ganzen Nacht wurden Ge-päckwagen und Vorräthe aus Neustadt wegge-führt. Die Truppen waren zum Aufbruche ge-rüstet.

In den ersten Morgenstunden des neunzehn-ten'Märzes ward in allen Häusern eine gedruckteBekanntmachung des Stadtraths **) abgegeben,des Inhalts, daß auf Befehl des Fürsten von Eck-

*) Am Ende des Jahres ward es durch die russischeVerwaltung wieder aufgerichtet, und über die alteInschrift wurden die Worte gesetzt: Galli Dejece-l'iiiît Die XIX. Man. MDCCCXIIs, Alexander I.restituit Die Natali XXIV. Dec. MDCCCXIII.

**) Beilage VHs.

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