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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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21
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bensverkehrs der Städter war mit der Brücke zer-rissen.

Die russische leichte Reiterei stand nur inschwachen Haufen, wie es schien, in der Umge-gend der Neustadt hinter den Weinbergen und wal-digen Anhöhen, da ein Theil derselben schon an denvorigen Tagen abwärts in die Gegend von Meißenund gegen die Elster sich gewendet hatte. Zn den' Frühstunden aber des nächsten Tages zeigten sich dieKosacken dicht vor der Stadt, und meist außerhalbder Schußweite herum schwärmend, näherten sie sichdem Strome. Flintenschüsse fielen von beiden Ufern,nicht ohne Gefahr für die Zuschauer, welche sichzu dem ungewöhnlichen Schauspiele drängten, undzwei Bewohner der Stadt mußten für ihre kühneNeugier büßen. Die sächsischen Scharfschützen lauer-ten hinter den Schanzpfählen den Kosacken auf,welche durch ihre flüchtige Gewandtheit oft mitneckender Lustigkeit den Schüssen auszuweichenwußten; nur ein junger Kosackenoffizier, der ver-wegen sich näherte, wurde von einem scharf zielen-den Schützen niedergestreckt, was die Russen, wieverlautete, nicht wenig erbittert haben soll. Schonan diesem Tage erging eine Auffoderung an denfranzösischen Befehlshaber, die Stadt zu räumen,aber sie ward abgeschlagen. Eine obrigkeitlicheBekanntmachung *) ermähnte die Bewohnerder Altstadt, sich ruhig in ihren Wohnungen

0 Beilage IX.