nach ihrer Sitte den Zug eröffneten, und der Blickvon diesen herrlichen Höhen herab in das schöneElbthal, das mit des Frühlings ersten Reizen ge-schmückt war, schien die Söhne des Don und Uralnoch fröhlicher zu stimmen. BeiPillnitz, hieß es,sollte ein Uebergang versucht werden, da-dort aufdem. jenseitigen Ufer nur schwache Posten entgegenständen. Zu gleicher Zeit ließ der Oberst Brendldurch eine Abends nach der Altstadt gesandte Both-schaft den Waffenstillstand aufkündigen.
Am folgenden Morgen ward dieses Ereignißvom Stadtrathe den Bewohnern bekannt gemacht,*)und ihnen angedeutet, daß, da am Abende diesesTages die Feindseligkeiten wieder anfangen könnten,jeder bei entstehendem Kriegslarm sich in seine Woh-nung begeben sollte, damit die Truppen nicht gehin-dert würden, und die Einwohner nicht in Unan-nehmlichkeiten, oder gar in Lebensgefahr gerathenmöchten. . Es blieb indeß ruhig an beiden Ufern,aber immer lauter sprach das Gerücht von gelungnenUebergängen der Russen oberhalb und unterhalbDresden. Am 26sten des Märzes erhielt auch derfranzösische Befehlshaber in Dresden die Nachricht,daß die Kosacken bei Nieschitz unterhalb Meisten inKähnen, die sie von dem Floßkanale bei Elsterwer-da **) genommen, über die Elbe gesetzt wären, in-
*) Beilage XI.
**) Dieser, iwei Meilen lange und gegen 16 Ellenbreite, Hauptkanal führt das, in denselben aus den