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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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liefern ngen an die französischen Heere im Leipziger«nd Wittenberger Kreise hatten die Verrathe desLandmanns erschöpft, der fast im ganzen Landedurch Vorspann und Krregsfuhren an der Frühlings-bestellung seiner Aecker gehindert ward ; starke Durch-zöge hatten die Bewohner der meisten Orte an denHeereswegen, die schon durch gehemmte Gewerb-samkeit und steigende Theurung gedrückt waren,schwer belastet, und ansteckende Krankheiten die Be-völkerung mancher Gegend vermindert.

Hatte eine hartnäckige Vertheidigung der Elbe-ei Dresden und Meisten die anrückenden russischenund preußischen Heere gezwungen, länger auf demrechten Ufer zu verweilen, so würden diese Gegen-den schon jetzt die Leiden erfahren haben, welche spä-terhin sie treffen sollten; aber es verrieth sich bald,daß eine Behauptung dieser, durch schwache Ver-rheidigungsmittel geschützten, Stellungen nicht ver-sucht werden sollte. Schon war aus der Altstadtfranzösisches und sächsisches Geschütz abgeführt,schon waren viele Kranke, selbst halb Sterbende,weggeschafft und theils nach Freiberg und Augustus-burg, theils weiter nach Thüringen gebracht wor-den, und nach der Räumung der Neustadt wurdeneilig Wagen aufgeboten, um Alle wegzubringen,welche die Reise auszuhalten vermochten. Am 24stenMärz in den Nachmittagstunden, rückte ein großerTheil der, in und um Dresden gelagerten, Kosackenauf der Bergstraße nach Pillnitz längs der Elbe vor-an. Lustig folgten sie dem Chöre der Sänger, di§