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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Neustadt Geschütz aufgefahren, und schon gegenMittag flogen Kugeln hin und her über den Strom.Das Feuern hörte indeß von beiden Seiten baldwieder auf; die Nacht blieb ruhig, und nur diezahlreichen Wachfeuer auf den Anhöhen beiderUfer verkündigten die Streitkräfte, welche derStrom trennte. Die ersten Stunden des folgen»den Tages wurden, statt des sonntägigen Glocken-geläutes, mit furchtbarem Geschützdonner begrüßt.Es ward auf beiden Ufern heftig von den Wäl-len gefeuert, und während die russischen Schützenund die Zäger vom Neiche'schen Freikorps aus denFenstern der neustadtischen Hauptwache den Platz vorder katholischen Kirche unsicher machten, schössendie Franzosen von dem Dache und dem Thurmedieser Kirche nach der Neustadt herüber. Hierhatte man die Absicht verrathen, auch aus den Fen-stern des japanischen Palais auf das jenseitige Uferzu schießen, was aber zum Glücke durch die thä-tige Sorgfalt eines der Aufseher*) der daselbstaufbewahrten Schätze der Gelehrsamkeit und Kunstverhütet, und von den russischen Oberbefehlsha-bern, so bald sie Kunde von demselben erhaltenhatten, strenge untersagt ward. Kugeln flogenüber beide Stadttheile und einige vom rechten Ufergeworfene Haubitzgranaten trafen ein Paar Gebäudeder Altstadt, doch ward nirgend bedeutender Scha-den angerichtet. Mehrere Einwohner aber, die

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Des Inspektors Lipsius.