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dem eine Stunde unterhalb Dresden am hohenElb-Ufer gelegenen Dorfe Prießnitz, um die Stellezu einer Floßbrücke auszusuchen, zu deren schleu-niger Erbauung Arbeiter und Baustoffe aufgebotenwurden. Als diese Anordnungen gemacht waren,begab er sich in das Königliche Schloß, wo dieversammelten Behörden und Hofbeamten ihn er-warteten. Der ehemalige sächsische Gesandte amfranzösischen Hofe, Graf Einsiedel, ward nochan dem selbigen Tage zu dem Könige nach Praggesandt, um diesen zu schneller Rückkehr zu ver-anlassen. Abends ward die Erleuchtung der Stadtgeboten.
Während in der Altstadt der Schauplatz sichveränderte, wurden die Bewohner des getrenntenjenseitigen Stadttheils durch das festliche Geläuteüberrascht, das bei der Annäherung- des Kaisersvon den Thürmen schallte. Der König von Preu-ßen war erst in den Mittagstunden dieses TageSaus der Neustadt aufgebrochen, um sein Haupt-quartier in das zwei Stunden von Dresden ent-fernte Dorf Weißig an der Straße nach Bauzenzu verlegen. General Miloradowitsch führteden Befehl über den russischen Nachzug, welcher dieNeustadt beseht hielt. In der Umgegend standennoch starke Truppenabtheilungen von Russen undPreußen, und kriegerische Zurüstungen erwecktenängstliche Besorgnisse. Am Eingänge der Elb-brücke auf dem rechten Ufer ward schnell eineSkückbettung aufgeworfen, auf die Wälle der