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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Schnell ward alles vorbereitet zur Feier deskriegerischen Festes. Am 9ten des Augusts wurdevon den französischen Schauspielern auf dem Hof«theater eine freie Vorstellung, besonders für dieGarde, gegeben. Nach dem Ende des Schauspielsward die Feier des folgenden Tags durch Geschütz-donner angekündigt, der bei Tagesanbruch vonNeuem ertönte. Aus allen Feldlagern in der Um-gegend zogen seit frühem Morgen Kriegsvölkerauf die große Ostrawiese, wo sie sich zu einerglänzenden Heerschau sammelten. Auf der weitenWiesenfläche, deren üppiger Graswuchs längst schondurch die verwüstenden Kriegsfuhrknechte zertretenwar, standen hier in langen Reihen die ganzefranzösische alte und junge Fußgarde, die Drage-ner, die reitenden Jäger, die Lanzenreiter derLeibwache, alle im festlichen Kriegsschmucke, säch-sisches und westfälisches Fußvolk, bergische undneufchatelsche Reiter, im Ganzen ein schön gerü-stetes Heer, von wenigstens 40,002 Mann. AlsNapoleon, begleitet von dem Könige und denköniglichen Prinzen, welche gegen 8 Uhr in Pracht-wagen zu ihm gefahren waren, auf der Wieseerschien, scholl aus den Reihen, an welchen ermit seinem glänzenden Gefolge einige Male vor-über sprengte, ein lauter Freudenzuruf ihm ent-gegen , wie gewöhnlich durch Winke und Befehls-worte der Oberen, gleich einer Waffenbewegungoder Schwenkung, hervorgerufen. Es dauerte über3 Stunden, als die Kriegsvölker, jede Waffenarr