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unvorsichtig genähert hatte, ans Ufer drang.Sollte man's bildlich deuten auf den furchtbarenGang des Gewaltigen, dem die Feier des TageSgalt?
Eine Erleuchtung der Stadt beschloß diesenletzten Vergötterungsauftritt des Helden. Wirwollen weder durch eine Beschreibung dieser kurz-dauernden Lampenherrlichkeit ermüden, noch er-wähnen, welche Verzierungen der Stadtbefehlsha-ber, Graf Durosnel, mit der Inschrift verbun-den hatte, die denjenigen als den Unbesiegtenbegrüßte, dem wenige Wochen spater die Glücks-göttin, mit deren Gunst er gefrevelt, untreu wer-den sollte; oder unter welchen Sinnbildern „sei-nen Ruhm unsre Siegesfreude" einKriegsmann nannte, aber sonderbar war's, daßdie letzte Hälfte der Zuschrift, welche der franzö-sische Gesandte,, der geistvolle Serra, über demPrachtthore seiner Wohnung angebracht hatte:Großes geschah, Größeres steht be-vor — * *) zum Heil Europa's in einem ganz an-dern Sinne erfüllt ward, als der gelehrte Lob-redner seines gefeierten Helden sie ausgesprochenhatte.
Zwei Tage nach dem Feste begannen endlichdie Bewegungen, welche die Stadt auf kurze Zeitvon ihren beschwerlichen Gasten befreien sollten.Die noch in Dresden zurückgebliebene sächsische
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*) Ißcclumem s exrate ! Instant majora perastis !