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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Hauptbatterie brach ant i2ten nach der Lausitz auf;in der folgenden Nacht eilten Wagen mit Kriegs-bedürfnissen, darauf am nächsten Tage die Heer-wächter der Garde und mehre Abtheilungen deralten und jungen Garde, die alle auf der Straßenach Bauzen zogen. Wie manches zärtliche Ver-ständniß während der Waffenruhe sich angeknüpfthatte, ward nun offenbar, als viele Mädchen dieabziehenden Kriegsmänner von der alten Gardebegleiteten, manche mit Thränen vor dem Thoreschieden, manche auch, die festere Bande hielten,murhvoll weiter auf der Heerstraße folgten. OhneZweifel um den nachtheiligen Folgen solcher Lieb-schaften vorzubeugen, geschah es, daß einige Tagevor dem Aufbruch der Garde, durch einen öffent-lichen Anschlag, die, nach französischen Gesehenausgesprochene, Verurtheilung eines mit Zuchthaus-strafe belegten Mädchens in Glogau, das einenSoldaten zum Ausreißen verleitet hatte, bekanntgemacht ward.

Zn den ersten Morgenstunden des I4ten Au-gusts traf der König von Neapel ein, um wiederden Oberbefehl über die französische Reiterei znübernehmen. An demselben Tage verließ der GrafBubna, durch welchen bisher die Unterhandlun-gen zwischen dem österreichischen und französischenHofe waren geführt worden, die Stadt. Zu glei-cher Zeit wurde zahlreiches Geschütz» das zum Theilvon der Festung Königstein war genommen wor-den, auf die Wälie der Altstadt und in die Au-