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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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105
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tn Böhmen eingerückt, hatte sich am 17. mit demösterreichischen Heere vereinigt, und die verbün-dete Kriegsmacht, über welche der Fürst vonSchwarzenberg den Oberbefehl übernahm, warin vier Abtheilungen in Sachsen eingedrungen;die Oesterreicher in dem längsten Bogen auf derStraße von Commotau, die Russen und Preußenunter Wittg en stein und Kleist auf der Pir-naischen Straße. Wahrend an der schlesischenGränze ein schwächeres Heer zurückblieb, den Feindzu beschäftigen, sollte die Hauptmacht die vordrin-genden Franzosen bedrohen, sich auf ihre Verbin-dungsstraße werfen, und von Schlesien und derMark den Andrang der Uebermacht abhalten.

Nach der Ankunft des Königs von Neapel,der am 24. eintraf, wurden die Anstalten zurGegenwehr ernstlicher, und es schien die blutigeEntscheidung näher zu rücken. Am Nachmittageritt der König von Neapel gegen die, von denRussen besetzten, Anhöhen, um die Stellung der-selben zu beobachten, wobei die Kugeln der feind-lichen Vortruppen und die kühn herumfchwärmendeReiterei ihm fast verderblich geworden wären. EinKunstgriff, der wohl mehr darauf berechnet war,den Bewohnern und den Vertheidigern der StadtZuversicht einzuflößen, als dem Gegner Besorgnissezu erwecken, war es, daß noch am Abende die-

ßeht auch im 4ten Hefte der angeführten Akten--ücke für die Teutschen.