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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Geschütz. Diese schnelle rückgängige Bewegungwar die Folge der klugen Entwürfe, welche dieVerbündeten auszuführen begannen; denn Napo-leon schien, um die Schwierigkeiten zu besiegen,welche er in feiner Stellung gegen drei furchtbareStreitmassen, das Heer des Kronprinzen vonSchweden im nördlichen Teutschland, das Blü-chersche Heer in Schlesien und das verbündeteHeer in Böhmen, zu überwinden hatte, fein altesSpiel wiederholen zu wollen, sich mit stürmenderUebermacht auf einzelne Haufen zu werfen. Indieser Absicht hatte er mit dem, von dem FürstenPoniatowski geführten, Heerhaufen überRum bürg und Gabel eine Bewegung gegendie Gränze Böhmens gemacht, welche, wie seineBerichte verkündeten, schon überschritten war, alser sich plötzlich durch die Lausitz gegen Schlesienwandte, und auf Blüchers Heer sich stürzte.Dem Plane des Feldzugs gemäß, worin Mo-reau's mitwirkender Geist sich verrieth, mußteBlücher vor dem Angriffe weichen, und denübermächtigen Gegner nach sich ziehen, da derAugenblick gekommen war, wo der Kronprinz vonSchweden seine Streitkräfte gegen die Lausitz rich-ten, und das böhmische Heer gegen die Elbe vor-dringen konnte, um ihn aus dem ungleichen Kam-pfe zu befreien. Als Napoleon diese Entwicke-lung des Feldzugsplanes seiner Gegner erkannte,ließ er ab, dem weichenden Heere zu folgen, wel-chem er nur eine Abtheilung seiner Streitkräfte,