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nitz und Planen angelegten Schanzen angegrif-fen. Es drangen immer frische Kriegsvölker ausden Thoren zur Vertheidigung der bedrohten Stel-len. An mehren Punkten wurden die FranzosenHart gedrängt. Während die Oesterreichs auf denStraßen nach Plauen und Freiberg, den Angrif-fen der Franzosen, die gegen Löbtau vorzudrin-gen strebten, tapfer standen, fochten die Preußenmit herrlichem Muthe im großen Garten, worausdie Franzosen sie nicht vertreiben konnten. EinigeHaufen der jungen Garde wurden bis an dieMauern des Antonschen Gartens gedrängt,mußten aber wieder in den Kampf sich stürzen, alssie hier von den Kugeln ihrer Waffenbrüder be-grüßt wurden. Ueber die Zinnen der geängstig-ten Stadt flogen zahllose Haubitzgranaten, vonwelchen manche in den Vorstädten zündeten; selbstin der Altstadt wurden die Dächer vieler Häuser,besonders in der Seegasse und Kreuzgasse, beschä-digt. Mit dumpfem Schweigen erwartete jeder dasSchlimmste, je näher die Gefahr rückte. Ueber-
Vefeblshabcr der Unordnung steuerten, neue Angriffs-maßen vorführten, polnische LanzierS aus die russischenTirailleurs anrückten, und so auf dieser Seite wiederin den Angriff übergingen. Französische Tirailleurszogen nun eine neue Linie bis an die Ufer der Elbe,die russischen Linien gingen zurück, beffrichen von denKanonen auf dem rechten Ufer der Elbe, und die »vr-theilhafte Stellung vor Blasewitz ging für die Ver-bündeten verloren."