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Werk in der Nähe des Moczinsktuschen Gar-tens, nach dem blutigsten Kampfe, der den Oester-reichern große Opfer kostete, kurz vor Anbrucheder Nacht von einem ungarischen Regiment erstürmtworden. Nach neuen Anstrengungen der Franzo-sen, die gegen 7 Uhr einen allgemeinen Angriffmachten, und besonders durch das Kleingewehr-feuer der, hinter der Mauer des Gartens aufge-stellten, Garden unterstüßt wurden, ward daseroberte Werk gegen 7 Uhr wieder genommen. Dergünstige Augenblick aber, eine Stadt zu erstür-men, welche von ihren starken Werken nicht weni-ger, als von einem, schon auf wenigstens 100,000Mann angewachsenen, Heere vertheidigt wurde,war längst vorüber, und so zogen sich die Ver-bündeten bei Anbruche der Nacht auf die Anhöhenzurück, von welchen sie beim Angriffe sich herab-gesenkt hatten, und die Franzosen behaupteten ihreSchanzen. Einige Abtheilungen von Gefangenen,größtentheils gallizische Polen, waren der Erfolgdes Tages. Der Geschützdonner schwieg gegen 9Uhr überall. Die Flammen brennender Wohnun-gen vor dem Falkenschlage und an der PirnaischenStraße, die von dem Wurfgeschühe waren entzün-det worden, erhellten wieder die Nacht, welcheunter bangen Besorgnissen hingebracht wurde; dennschien auch die Gefahr, mit Sturm genommenzu werden, von der Stadt abgewendet zu sein,so verkündete doch Alles, daß am folgenden Tagedie beiden Heere noch einmal ihre Kräfte messen