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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Ohne Zweifel hatte auch Moreau's Tod*)Einfluß auf den unglücklichen Ausschlag der Unter-nehmung. Der großherzige Held, der aus sei-nem Zufluchtsorte, jenseit des atlantischen Meeresherbei geeilt war, um mitzukämpfen für die Frei-heit der alten Welt, die sein unversöhnlicher Geg-ner aus ihren Fugen gerissen, hielt gegen Mittagan der Seite des Kaisers Alexander auf derHöhe hinter dem Dorfe RäcknLH, wo er dasSchlachtfeld des Mitteltreffens und des rechtenFlügels überschauen konnte, als eine Stückkugel,die aus einer französischen Feldbatterie, wahrschein-lich vom Rande des Hohlweges hinter dem Feld-schlößchen, kam, durch seines Pferdes Leib gingund ihm beide Beine zerschmetterte. Er ward zu-rrst in ein nahes Bauernhaus und dann auf einerTragbahre auf das, anderthalb Stunden vonDresden entfernte, Rittergut Nöthnitz gebracht,und als ihm hier die zerschmetterten Deine warenabgelöst worden, brachte man ihn nach Laun inBöhmen, wo er 5 Tage nachher starb, wie er«ach Kaiser Alexanders schöner Lobrede ge-lebt harte, in der vollen Kraft einerstarken, festen Seele. So sorgfältig man^vor-her unter dem französischen Heere die Nähe desverehrten Helden verheimlicht hatte, da man sogar,wie es heißt, durch die strengsten Strafdrohungenvas Gerücht von seiner Ankunft bei dem Heere

*) S. die Anmerkung jur Beilage XU. b.