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der Verbündeten zu unterdrücken suchte, so lautund jubelnd ward nun sein Tod verkündet,
Abends nach 5 Uhr ritt Na pole on, ganzdurchnäßt, durch die Wilsdruffer Gasse, wo einigeRegimenter, die im Gedränge still halten mußten,mit einem fröhlichen Lebehoch ihn begrüßten,* *) inskönigliche Schloß zurück, begleitet von einer Ab-theilung der jungen Garde, und einigen gefange-nen österreichischen Generalen. Zehn eroberte öster-reichische Fahnen wurden von Gardesoldaten imSiegesprunke durch die Stadt getragen, und dar-auf in die Vorhalle des prinzlichen Schlosses ge-bracht, wo sie, unfein genug, unter den Augender Gemahlm des Prinzen Anton, der Schwesterdes Kaisers von Oesterreich, zur Schau ausgehängtund bewacht wurden. Erbeutetes Geschütz folgte,und in mehren Abtheilungen zogen die Gefangenenvorüber.*) Es war ein trauriger Anblick. Schonauf dem Zuge durch das rauhe Erzgebirge, wodie Wege durch häufigen Regen verdorben waren,hatten die Unglücklichen seit mehren Tagen diehärtesten Entbehrungen dulden müssen, und er-schöpft von zahllosen Beschwerden traten sie aufden Kampfplatz, wo die verheerenden Schwärmeihrer Gegner seit Monaten gelagert gewesen waren.
*) Er soll dagegen während des ZugeS laut gerufen
haben: Les autrichiens sont battus!
*) Die amtlichen Berichte über die Ereignisse von» 26.und 27. August liefern die Beilagen xxxvhi —XUI,