Einleitung.
Äls zu Paris, im Herbst des Jahres rgr§, der Frieden voll-zogen, kehrten die Kriegsheere der verbündeten Machte in dieHeimath zurück, jedoch blieb von jeder Macht (ausgenommen, Rußland) noch ein Heertheil an den Grenzen Frankreichsstehen, und, zufolge der Verträge von Chaumont und London,> blieben auch jene, auf vaterländischen oder befreundeten Bodenzurückgekehrten Krieger ferner gerüstet, bis alle Anordnungendes politischen Zustandes von Europa vollendet.
Der Krieg war gecndiget, der Frieden mit Frankreich ab-geschlossen, und dennoch glich der Zustand von Europa nurdem einer Waffenruhe, und nicht dem eines festbegründetenFriedcnszustandcs; die Völker erfreuten sich daher nicht deserkämpften Friedens, denn in allen Ländern blieben die Lastenwie früher, die stehenden Kriegsheere wie die Landwehren ge-rüstet, und nur die freiwilligen Kämpfer wurden zu friedlichen^ Beschäftigungen entlassen.
Die Monarchen versammelten sich, wie sie in London ver-abredet, zur Fürstenversammlung in Wien, der Kaiserstadt,(der Kaiser von Rußland und der Kdnig von Preußen trafenam Listen September daselbst ein) um Europas Ruhe unddauernden Frieden zu begründen. Es sollten nun die Staa-^ tenvcrhältnisse, die Verfassungen, -und ein fester, gesetzlicher-Zu-
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