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Die Stellung des französischen Kriegsheeres waram rHten Juni folgende:das Hauptquartier Napoleons war in Beaumont;das iste Corps (Drouet) war zu Solre sur Sambre;das 2te Corps (Reille) war zu Ham sur Heure;das Zte Corps (Vandamme) rechts von Beaumont;das ^te Corps (Gerard) in Philippeville;das 6 te Corps (Lobau) Idie alten und jungen Garden I waren bei Beaumont.und die Reiterei-Corps
Das französische Kriegsheer war voll Erbitterung und Muth,nach Kampf und Rache dürstend. Die Garden hatten beim Auü-marsch aus Paris ihre Adler mit Trauerflor umwunden, ihnenein Zeichen, daß sie fest entschlossen waren, zu siegen oder zusterben.
Zweites Kapitel.
Der verbündeten Echte Verabredungen, Bündnisse, Rüstungen,Truppenmarsche bis zur französischen Grenze, Auflösung der Fürsten«Versammlung in Wien, Aufstellung der Kriegsheere und der Trupp ein-theile des englischen und niederrheinischen Kriegsheeres.
Die preußische Armee vom Niederrhein, unter dem Generalder Infanterie Grafen Kleist von Nollendorf» war während desWinters so vermindert worden, daß zwischen dem Rhein, der Maasund der Mosel im Anfang März nur ungefähr Zo,ooc> Mannstanden; eine Brigade lag auf dem rechten Ufer des Rheins un-weit Wesel. Die Festungen Luxemburg, Iülich und Wesel warenzugleich von diesen Truppen beseht, und nicht hinlänglich mit Be-dürfnissen versehen.
20,000 Mann englische und hannövrische Truppen unter demPrinzen von Oranien lagen in den Niederlanden, und die Festun-gen Ostende, Nieupvrt und Antwerpen waren gleichfalls nicht imBerthe! digungszustande.
Als nun am 9ten und roten März die Nachricht von derLandung Napoleons in Brüssel und Achen einging, vereinigte derGeneral Graf Kleist von Nollendorf seine Truppen bei Zälich,ließ die Festungen in Bertheidigungszustand setzen, und die west-phälischcn und bergischen Landwehren berufen, der Prinz von Ora-