lons, das 2 te schlesische Husaren- und das rste psmmersche Land-wehr-Kavallerie-Rcgiinenc zur Unterstützung nach."
Als die Truppen in 3 Kolonnen zum Angriff vorrückten ge-schah aus St. Deniö ein Kanonenschuß, welches wahrscheinlichein Signal-Schuß war; als die Kolonnen noch ungefähr Zc»Schritt vgn Audervilllerö entfernt waren, erreichte sie das feind-liche Feuer, dennoch rückten sie mit unbeschreiblicher Schnelligkeitbis an die Eingänge dieses Dorfes, welche die Franzosen zweckmä-siig darrikadirt hatten, und sehr hartnäckig vertheidigten. DiePreußen räumten alle Hindernisse im hefcigsten feindlichen Feuerschnell auf, so daß ihre Kolonnen im Sturmschritt in das Dorfeindringen konnten; sie.nahmen einen großen Theil der feindlichenBesatzung nebst ihren Offiziers gefangen, und warfen die Franzo-sen bis jenseits des Ourcq Kanals zurück.
Der General v. Sidow machte mit dem Oberstlieutenant v. Lü-zow des GeneralstabeS sofort eine Erkennung des Ourcq Kanals;er fand, daß am jenseitigen Ufer desselben, überall viel feindlichesFußvolk aufgestellt, und daß alle Plätze, die sich zu einem Ucder-gange eigneten, mit Batterien besetzt waren, wodurch es unmög-lich wurde über den Kanal vorzugehen, wollte er seine Truppennicht einem gewissen Tode aussehen, ohne daß der vorgesetzte Zweckdadurch erreicht worden wäre, mK so mehr, da auch die Besatzungvom Montmartre schon unter dem Gewehr stand, und zum Em-pfang bereit war.
Unter dem Obersten Grafen Dohna rückte um dieselbe Zeit,das ?,te Bataillon des isten pommcrschen Landwehr-InfanterieRegiments, (Major v. Krüger) und das rote Husaren-Regiment(welches links von AubervillierS auf Vorposten stand, und dieVerbindung mit dem isten Armee-Corpü unterhielt) gleichfallsgegen den Ourcq Kanal vor, um den Feind zu beunruhigen; eskam auch hier zu einem sehr heftigen Scharfschützen-Gefecht, wor-auf sich spater die preußischen Truppen wieder in die frühereStellung zurückzogen.
Der Major v. Colomb war mit dem Zten Husaren-Regi-ment abgejchickt worden, um ein Unternehmen gegen Malmaisonzu versuchen, weil man erfahre» hatte, daß Napoleon sich dortbefinde; als er die Brücke von Chakou, welche dahin führt, zer-stoß fand, so marjchirte er sogleich eilig gegen St. Germain, undbemächtigte sich dieser Brücke in demselben Augenblick, als dieFranzosen sie zerstören wollten; er besetzte und vertheidigte dieBrücke so lange, bis das preußische Fußvolk eintraf.