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Der Feldmarschsll Fürst Blücher gab nach der vermehrtenUeberzeugung, daß Paris von dieser Seite nicht ohne großen Men-schenverlust anzugreifen sei, gegen Mittag den Befehl, sein Kriegs-herr solle rechts abmarschiren; allein es sollten:
„um dem Feinde die Bewegung des preußischen Kriegshesreörechts über die Seine zu verbergen, heute noch das lste Armee-Corps in seiner Aufstellung bei le Bourgec bleiben, (weil dieEngländer erst in der Nacht eintreffen werden) und das isteArmee-Corps bis zum Einbruch der Nacht in seiner Aufstel-lung bei Blanc meSnil, dagegen das Zte Armee- Corps seinenMarsch über Gonesse nach Argenteuil sogleich fortsetzen."
Die Franzosen wurden durch den Angriff auf AubervillierSgetäuscht, unb glaubten, der kühne preußische Feldherr mit seinentapfern Preußen werde nicht anstehen, ihre verschanzten Linien an-zugreifen, in dieser Meinung fesselten sie ihre Aufmerksamkeit aufdiese Punkte, und so gelang die Absicht des Feldmarschalls Für-sten Blücher, er erntete die schönsten Früchte seiner meisterhaftenAnordnungen.
Gefecht bei St. Denis.
Der Oberst v. Hiller erhielt den Befehl (am Zosten) St.Denis von der Seite von Stains, Pierrefite bis Epinay mit 6Bataillons Fußvolk, einem Regiment Reiterei, einer halben 6 pfün-digen Batterie und 2 reitenden Kanonen einzuschließen. Es wa-ren bereits 2 Bataillons Fußvolk, das iste schlesische LandwehrKavallerie-Regiment und 2 Kanonen reitender Artillerie- unterdem Oberstlieutenant v. Schill, schon gestern bis zwischen Stainsund Pierrefite vorgerückt; sie hatten nach einest! heftigen Gefechtedie feindlichen Vorposten aus Stains und bis hinter die bei St.Denis angelegten Verhaue zurückgedrängt.
Am Nachmittage um 3 Uhr meldeten die preußischen Vor-derposten, daß einige Kolonnen französischer Truppen aus St. De-nis vorrückten, und die einzelnen Vorderposten bereits zurückge-drängt hätten. Der Oberst v. Hiller verstärkte die Feldwachen,ließ die Scharfschützen von 2 Bataillons und 2 Esguadrons Rei-terei mit 2 reitenden Kanonen vorrücken, während die bei Stainü.gelagerten Truppen zu den Waffen traten, um zur Unterstützungbereit zu seyn. Es kam zu einem sehr heftigen Scharfschützen-Ge-fecht, obwohl in der Ebene die Schützen nichts als die Bäumean der großen Straße und das hohe Korn zu ihrer Deckung be-nutzen konnten. Es wurde dem Feinde nicht allein widerstanden.