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bre hinauf bis vor Maubeuge zu transportiern, so wendete sichder Prinz August von Preußen an den Herzog Wellington, derhierauf einen in Mons bereit stehenden, englischen Train von 60Stück Kanonen seiner Dispvsinon überließ, von denen am gtenJuli Z6 Stück Geschütz, mit Munition jeder Art überflüssig ver-sehen, bei Bm.ssoiü vor Maubeuge eintrafen.
Die Lte und ?te Brigade gaben täglich 600 Arbeiter nachNeustes und Nocqurgni zur Disposition des Ingenieur-Oberstenvon Plauzen, welcher diese Arbeiten leitete. Bei Astevent wurdeeine Schiffbrücke geschlagen.
Am i sten Juli vereinigte der Obrist Graf Schulcnburg diebeiden Kavallerie-Regimenter bei Rocq und Rocquigni, und beijeder Brigade blieben ferner nur i Offizier und sin Pferde zumDorpostcndienst, doch wurde am Htcn Juli dem General v. Tip-pelvkirch noch § Esquadron zur Disposition gegeben.
Am toten Juli, nachdem das in Avesnes und Guise eroberteschwere Geschütz eingetroffen war, konnten der feindlichen Fronte80 Kanonen entgegengestellt werden, auch war die Anfertigungder Faschinen und Schanzkörbe vollendet, viele Ingenieur-Offiziersund 2 Pionnier-Compagnien (die 6te Feld- und die Manöfeldsche)waren eingetroffen.
Nach vorher gegangener, vielfacher und genauer Erkennungder örtlichen Lage der Festung, wurde beschlossen, das demDorfe Roussics gegenüberliegende Polygon anzugreifen; zurDeckung der linken Flanke aber, und um die zu diesem Zweckzu eröffnende Parallele gegen das Enfiliren der Redoute rechtsder großen Straße von Beaumont zu schützen, wurde be-liebt, sich dieser zuerst durch Laufgräben zu nähern, undsie entweder mit stürmender Hand, oder durch Bewerfen zuerobern, je nachdem man im Vorrücken über Profil, Konstruk-tion, und ihre Derthcidigungsanlagen genauere Auskunft er-halten werde. Zugleich sollte der Angriff dieser Redoute denFeind über die eigentliche Absicht der Belagerer ungewiß machen,und ihn bewegen, auf dem ihm gegenüber liegenden Polygon seineKräfte zu sammeln, und so die Aufmerksamkeit desselben von derwirklichen Angriffsseite ablenken. Se. königl. Hoheit den PrinzenAugust von Preußen bestimmten folgende Gründe zur Genehmi-gung dieses Angriffeplanes:
1) daß'die Festung hi.rr die schmälste Front darbietet;
2) daß diese» Polygon trockene Gräben hat;