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Der Krieg des verbündeten Europa gegen Frankreich im Jahre 1815 / von Carl v. Plotho
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375
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Z) daß dasselbe von den Thoren am weitesten entlegen, unddaher den feindlichen Ausfällen am wenigsten ausgesetzt ist;

H) dienen hier die alten Verschanzungen dazu, die ganze ange-griffene Fronte zugleich in Flanke und Rücken zu nehmen.

Es war in der Nacht vom 8ten zumuten Juli, alsdie Trancheen gegen die vorerwähnte Rekvute eröffnet wurden.Ee. königl. Hoheit der Kronprinz und der Prinz Friedrich vonPreußen legten die ersten Faschinen, und gleichzeitig- wurden ZBatterien erbauet. Der Feind stbrte die Belagerer nicht, welchewährend der Nacht sich bis auf go Schritt näherten, auch selbstals es Tag geworden, und der Feind die Arbeiter deutlich sehenkonnte, geschah dennoch bis zum Morgen um 6 Uhr kein Schuß.Um diese Zeit aber veranlaßte ein starkes und anhaltendes Ge-wehrfeuer des Feindes aus der Redoute,. auch das Feuer der Be-lagerer aus den Z Mörserbatterien, welches so wirksam war, daßdie Redoute zu schweigen genöthiget wurde. Um diese noch mehrzu ängstigen, ließ der Prinz August von Preußen Z kleine engli-sche Mörser in die Tranchee bringen, und sie unausgesetzt bewer-sin, so daß goo Bomben verbraucht wurden, wozu die Ueber-zeugung veranlaßte, daß dies,, nach einem sehr starken Profil ge-bauete und längs der Berme doppelt verpallisadirte Werk nur so,und außerdem nur durch großen Menschenverlust zu erobern seyndürfte. Nächstdem wurden 25 Büchsenschützen der Redoute gegen-über in der Tranchee mit vielem Nutzen gebraucht, sie erhieltendurch ihn wohlgezieltes und wirksames Feuer die feindlichen KanoNiere bei ihren Geschützen in der Redoute unthätig.

Obwohl der Feind das Feuer der Mörser mehrere Stundenhindurch von einigen Bastionen und der Lünette Assevant sehrlebhaft erwiederte, so wurde jedoch der Bau der Batterien No. 4und 5 unaufhaltsam fortgesetzt, und auch außer dem Bereich derFestung zur Eröffnung der Laufgräben auf der wirklichen Angriffs-ftonte am linken Ufer der Sambre alles vorbereitet, da dieserAngriff auf die Nacht vom gten zum roten Juli vorbestimmt war.

Auch diese Arbeiten gingen ungestört von statten, und erstals völlig Tag war, feuerte auf dem linken Ufer der Sambredie Lunette, jedoch erfolglos, mit Kartätschen und kleinem Gewehr>n die Laufgräben der Belagerer; der Feind aber hielt späterhindamit ein, theils weil die Belagerer sich im Arbeiten nicht störenließen, theils es nicht der Mühe werth hielten, das Feuer zubeantworten.

In der Nacht zwischen i und 2 Uhr verließ der Feind in