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aller Stille, durch dar überlegene Feuer und den dadurch erlitte-nen großen Verlust bewogen, die rechts der Straße von Beau-mont, Lioussies gegenüber liegende Redoute. Sie wurde sogleichvon einer Compagnie besetzt, die aus der Festung, sowohl von derLünette als von mehreren Bastionen sehr lebhaft beschossen wurde,so daß sie einen Verlust von 2 Todten und 3 schwer Verwun-deten erl'tt, weshalb auf Befehl des Prinzen die Besatzung bisauf Zo Mann vermindert wurde.
Zn der Nacht vom rnten zum Iiten Juli wurde dieApproche der Belagerer parallel mit der linken Fane der Lünettegegen die Sawbre hinausgekrieben, die Batterien No. -s und 5vervollständiget, Geschütze eingefahren, und die Batterien No. 6,
7 und g angelegt. Der Feind ließ auch diese Arbeiten bis gegenTagesanbruch ruhig geschehen, machte sodann aber mit Lon Manneine» Ausfall, und näherte, von einem Nebel begünstigt, sich un-bemerkt dem rechten Flügel der Laufgräben, so daß die Arbeiterüberrascht wurden, und sich zurückziehen mußten, bis ihnen das beiAjscvenk aufgestellte Lte westphälische Landwehr-Znfanterie-Regimentzur Unterstützung heranrückte, worauf der Feind mit Zurücklaffunz !einiger Todten und vieler Verwundeten in die Festung zurückge- ^warfen wurde. §
Am iiten Juli um 6 Uhr des Morgens eröffneten die Mör- ^serbatterien No. 6, 7 und 6 ihr Feuer auf die Lünette, und um6 Uhr die Batterien No. H, Z und 9. Der Feind richtete seinstärkstes Feuer auf die Batterie No. todtete und verwundeteeinige Mann, demontirte auch eine 2gpfündige Kanone. DasFeuer der Belagerer wurde dem feindlichen sehr überlegen, undder Fall der Lünette war für die nächste Nacht als gewiß vor-aus .»setzen, weil die Mannschaft sich nicht mehr darin behauptenkonnte, das Geschütz sckon unbedient blieb, und die Belagerer sichihr schon bis auf 60 Schritt genähert hatten. Zwischen 2 undZ Uhr war das Feuer der Festung am stärksten, alle darin vor-handene Geschütze schienen in Thätigkeit, diese Kraftanstrengungenwaren die Folge der eingetretenen Krisis.
Gegen es Uhr Nachmittags wehte die weiße Fahne auf demangegriffenen Pochgon, der Kommandant kapitulirre unter derBedingung, daß die Nationalgarden die Waffen niederlegen, erselbst aber mit 250 Mann und H Kanonen freien Abzug zurfranzösischen Armee hinter die Loire erhalten sollte.
So kam nach einer dreiwöchentlichen Einschließung, einemröstündigen Bombardement und einer -jtägigen förmlichen Bela-