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erhielt dieser Truppenteil den Befehl, über Cousin nach Chimay,und ron dort gegen Philippeville vorzurücken.
Am Listen Juni erhielt das iste Bataillon des Zten Elb-Landwehr-Infanterie-Regiments den Befehl, sich in der Gegendvon Roly aufzustellen., um die Verbindung zwischen den beidenFestungen Philippeville und Marienbourg zu unterbrechen; in die-ser Stellung blieb es ruhig bis zum 6 ten Juli.
Am 7ten Juli erhielt das Bataillon, nachdem es durcheinen Offizier mit Zo Pferden verstärkt worden, den Befehl, dieEinschließung der Festung Marienbourg zu bewirken. Die beidenrechten Flügel-Compagnien schlössen selbige ohne Hinderniß ein,doch als die beiden linken Flügel-Compagnien ihre Stellung ein-nahmen, und die Vorposten aussetzten , feuerte der Feind mitKanonen, und machte gleichzeitig auf der Straße nach Givet ei-nen Ausfall, ward jedoch durch lebhaftes Geschützfeuer der Preußen,baldigst zum Rückzüge genöthiget. Am gten Juli wurden dieEinschlicßungStruppen durch eine Compagnie desselben Regiments 'verstärkt.
Am Listen Juli erhielt der Major v. Nobel den Befehl, !mit dem isten Bataillon des Zten wcstphälischen Landwehr-Rcgi- i
ments und einer Eöquadron Kavallerie den Major v. Quiat-kowöky vor Marienbourg abzulösen, worauf der letztere in derNacht vorn Listen zum 22sten zur Blokade von Givet abmar-schirte. Der Major v. Nobel machte eine Erkennung der Festung,und schob seine Vorposten so nahe als möglich heran, um sie engeeinzuschließen, dies gelang auch vollkommen, obwohl der Feind ausder Festung und aus der vor ihr liegenden verpallisadirten Mühle,ein sehr lebhaftes Feuer unterhielt, auch wurden in der Nacht ver-schiedene Brücken über das Flüßchen l'eau blanche und über an-dere Gewässer angelegt, damit die Truppen, bei einem Auefall derfeindlichen Besatzung, sich gegenseitig einander rascher unterstützenkönnten.
Der Prinz August von Preußen setzte am 22sten Juli die6 te Brigade nach Philippeville in Marsch, die Lte Brigade "erhieltaußer der gleichen Bestimmung noch die, die Festung Marienbourgeinzuschließen, und das dort gestandene Bataillon der Lten Bri-gade abzulösen.
Am sZsten Juli verlegte der Prinz August von Preußensein Hauptquartier nach Sanzeilles vor Philippeville, und weil dieVorbereitungen zum Angriff auf diesen Platz, erst in einigen Ta-gen Vollender seyn konnten, so beschloß der Prinz, sich zuvörderst