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la Grange. Zur Verbindung zwischen Semeuse und St. Laureatwurde eine Schiffbrücke über die Maas geschlagen.
Der General -Lieutenant von Haak übernahm den Oberbefehlüber das norddeutsche Bundes-Corps, und legte sein Hauptquar-tier einstweilen nach Sedan und grand ClivclleS; das Corpsmußte in dieser Stellung die Ankunft des Belagerung«-Geschützeserwarten, und es wurde alles zur regelmäßigen Belagerung vor-bereitet.
Eroberung der Stadt Charleville.
Es war am 2gsten Zuni, als der General von Haak demObristlieutenant v. Schäfer, welcher den Dortrab des norddeut-schen Bundes-Corps befehligte, der aus:
2 Esquadrons Husaren,
2 Compagnien Zager (Major v. Bödiker),dem Füsilier-Bataillon des Regiments Prinz Solmsbestand, den Befehl ertheilte, gegen die Stadt Charleville, dieunter den Kanonen der Festung Mezieres liegt, vorzurücken, undeinen Versuch zu ihrer Eroberung zu machen.
Die Stadt Charleville ist von der Festung Mezieres durchdie Maas und einige Gärten getrennt, sie ist durch hohe Mauern,Pallisaden und Verhaue befestiget, und wurde durch rooo Mann,meistens Natlonalgarden, unter dem Befehl des Generals La-planche vertheidiget. Der Obristlieutenant v. Schäfer ließ zwei- imal vergeblich die Stadt zur Uebcrgabe auffordern. ^
Am aasten Juni des Morgens erhielt der Dortrab eine >Verstärkung durch: !
2 Kanonen und i Haubitze, ^
das Füsilier-Bataillon vom Regiment des Kurfürsten,die preußische Plonnier-Compagnie No. 2, des Capitüin von ^Rhaden.
Der Angriff wurde nun sofort ausgeführt, und erfolgte unterder umsichtigen Leitung des Obristlieutenant« v. Schäfer, von denTruppen mit Tapferkeit und seltener Ordnung.
Die Kanonen fingen an, auf das stark verrammelte Thor zuspielen, während die Haubitze Granaten in die Stadt warf; alleindas Thor und der auf demselben befindliche Thurm waren zu fest,als daß die Wirkung der Kanonenkugeln hätte sehr zerstörendseyn können. Auch setzte der Feind durch die Schießscharten derPallisaden, so wie hinter der Mauer, und sogar aus den Fensternder Kasernen, die rechts und link« mit dem Thore verbunden sind,