Ästen Infanterie-Regiment dieFlesche vor dem Bourgogner Thoreercbert. Das Blockhaus konnte in der Nacht nicht genommenwerden, daher Sappenbündel, welche in Theer und Pech mitPulver vermischt, getaucht waren, daran geworfen wurden, umdurch Dampf und Rauch die Besatzung zur Uebergabe zu zwin-gen. Handgranaten konnten durch die Scharten nicht in das Hausgeworfen werden, weil diese zu enge waren. Nach einem sehr hef-tigen Gefechte, ergab sich die feindliche Besatzung des Blockhauseszu Kriegsgefangenen.
Der Verlust der Preußen betrug in diesem Gefechte:die Pionniere an Todten 8. M., an Verw. > Offiz. u. ss M.die Arrillerie — ic> — — r — lZ —
die Infanterie _r Offi z. 2g — _ — 4 — *74 —
Zusammen an Todten i Offiz. -zsi M., an Verw. 6 Offiz. u. 191 M.
' Am i/sten September wurde die zweite Parallele soweit vollendet, als es der felsigte Boden zuließ, doch war man be-reits völlig gedeckt. Der Feind unterhielt ein sehr lebhaftes Feuer,besonders mit Kartätschen und Granaten, auf die Flcsche und denTheil der Parallele, der ihr zunächst war. Am Abend sandte derfranzösische Kommandant einen Parlamentair, er verlangte zukapituliern. Der Major von Bardeleben traf als Direktor allerArtillerie-Arbeiten hier ein.
Den >äten September trafen Seine königliche Hoheitder Prinz August von Preußen hier ein, und nahnien die Bela-gerungsarbeiten in Augenschein. Es wurde heute die Kapitulationmit dem französischen Kommandanten, General Baron Duoos, ab-geschlossen, und dieser zufolge, am röten September das Ravelinvor der Porte de Bvurgogne besetzt, worin der Feind 3 Ka-nonen zurückgelassen hatte.
Am rgten September marschirte die französische Gar-nison (noch einen General, 2 Obristen, 6 Bataillon-Chefs, 117Offiziere und ^76 Soldaten stark) mit allen Kriegsehrcn aus derFestung Longwy aus, sie legte auf dem GlaciS die Waffen nieder,und wurde kriegsgefangen. Von dem Belagerungüeorps verblie-ben: das 6te, das 7te und das 2ssste Garnison-Bataillon zur Be-satzung in Longwy, wo der Major v. Koschizky zum einstweiligenKommandanten ernannt wurde.
In der Festung Longwy wurden Stück Kanonen von ver-schiedenem Kaliber, außerdem viele Munition, Utensilien und Ver-rathe aller Art gefunden.