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2) Die Festung Bitsch.
Sie wurde gleichfalls von preußischen Truppen, unter demGeneral von Krauseneck, eingeschlafen gehalten, die ihre Besatzungsich für den Kbnig von Frankreich erklärte, und die Nationalgar-den nach ihrer Heimarh entlasten wurden.
L. Unter dem Erzherzog Johann von Oestreich.
i) Die Festung Straßburg.
Nachdem sich der französische General Rapp mit der Rhein-armee nach Stratzburg zurückgezogen hatte, bestand die Besatzungdieser wichtigen Festung aus mehr als ichcir-o Mann, der Gene-ral-Lieutenant Semele war Gouverneur derselben.
Diese Festung wurde seit dem 6 ten Juli durch das 2te östrei-chische Armee-Corps, durch die Division des Feldmarschall-Lieu-tenants Grafen Vaquant, und durch badensche Truppen (Generalv. Schäfer), unter dem Oberbefehl des Generals der Kavallerie,Fürsten von Hohenzollern, eingeschlossen.
Am Zten Juli erhielt der Feldmarschall-Lieutenant GrafKlebelsberg, welcher den Vortrab des 2tcn östreichischen Armee-Corps befehligte, den Auftrag, auf der großen Straße gegenStraßburg vorzurücken, und seine Vorposten in Fegerüheiin auf-zustellen. Er fand daselbst den Feind mit beträchtlichen MastenFußvolk aufgestellt, griff ihn jedoch sogleich an, und 2 DivisionenKienmeier Husaren (Obristlieutenant v. Lusenzky) warfen, unge-achtet des ungünstigen Terrains, sich auf das feindliche Fußvolk,hieben es zusammen, und warfen es bei Großenstadt bis über dieJll-Brücke, welche der Feind sogleich abbrannte, und dadurch dieweitere Verfolgung unmöglich machte. Gegen Abend um 8 Uhrversuchte der Feind, auf der Rheinstraße über Eschau und Flecks-heim in die rechte Flanke des östreichischen Bortrabes vorzurücken,allein dieser hatte bereits einige Bataillons badenschee Fußvolk, un-ter dem General Laroche, an sich gezogen, mit welchen er sich nichtallein behauptete, sondern den Feind bis über die Jll zurückwarf.
Es war am gten Juli mit Tagesanbruch, als der GeneralGraf Rapp mit einem großen Theil der Besatzung, in zwei Ko-lonnen, gegen die von der östreichische» Division Mazzuchelli be-setzte Stellung von Ober- und Mittel-Hausbergen, einen Ausfallmachte, und sie lebhaft angriff, so daß er einen augenblicklichenVortheil erlangte, und bis gegen die Anhöhen hinter den beiden
genannten Orten vorrückte. Ein großherzoglich badeiisches Scharf-schützen-