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C.G. Calwers Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europas / herausgegeben von Professor Dr. G. Jäger : zum Handgebrauche für Sammler
Entstehung
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Einleitung.

Ueber Insekten im allgemeinen.

Die Insekten oder Kerbtiere, von denen die Käfer eine Ordnungbilden, bestehen aus einem Kopf mit 2 Fühlhörnern und den Fresswerkzeugen,drei mit je einem Fusspaar versehenen Brustringeln und einem geringeltenHinterleib, an welchen Kennzeichen man sie leicht von allen übrigen Tierenunterscheidet. Das in die Augen fallendste Merkmal ist, dass sie wasjedoch nur von dem reifen Insekt gilt 6 Ftisse tragen, weshalb sie auchFinne Sechsfüssler (Hexapoda) hiess.

Das Wesentlichste ihres inneren Körperbaues ist folgendes. Die äussereBedeckung wird von einem eigentümlichen Stoff, dem Chitin, gebildet,und ist eine von zahlreichen feinen Poren durchsetzte Haut, die baldnamentlich bei den Larven zart und weich, meist aber lederartig odersogar sehr hart und fest ist. Nach innen von ihr liegt eine Lage ver-schmolzener Zellen und auf diese folgt eine Lage von Muskeln, welche dieBewegungen des Körpers vermitteln und sich in die einzelnen Gliedmassenhinein fortsetzen. In der Leibeshöhle verlaufen in der Mittellinie dreierleiOrgane. Zunächt unter der Haut des Rückens das röhrenförmige Herz,das vorn und hinten offen ist und an den Seiten Klappenöffnungen besitzt.Dasselbe vollführt regelmässige pulsartige Bewegungen, durch welche dasBlut am hintern Ende und durch die Seitenöffnungen eingesaugt und in derRichtung von hinten nach vorn getrieben wird. Sobald es hier das Herzrohrverlassen, strömt es frei in die Leibeshöhle, wo es in den Zwischenräumenzwischen den einzelnen Geweben sich allmählich wieder nach dem hinterenLeibesende zieht. Das Blut ist entweder ganz farblos oder nur leicht gelblichbis rötlich gefärbt. Unter dem Herzrohr liegt der Verdauungsschlauch.Derselbe beginnt im Kopf mit dem zwischen den Fresswerkzeugen liegendenMund, in den sich meist ein Paar Speicheldrüsen ergiessen, und endet mitdem After am Hinterende des Leibes. Man unterscheidet an ihm einenkurzen dünnen Vorderdarm (Speiseröhre, Oesophagus), einen ziemlich langenweiteren Mitteldarm (Magen) und einen wieder engeren Hinterdarm. An derGrenze zwischen Mitteldarm und Hinterdarm öffnen sich in ihn einige Paarefeiner Röhren, in denen eine harnartige Absonderung gebildet wird, sieheissen Harngefässe oder Malpighische Röhren. Unter dem Darm, auf

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