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mehr decken; dessen hornige Oberseite wird dann Afterdecke (Pygidium)genannt.
Meist besitzen die Käfer 4 Flügel. Das obere Paar sind die Vorder-flügel, Flügeldecken oder Deckschilde (Elytra Taf. I Fig. 10). Sie sindmeistenteils hart und hornartig, seltener lederartig weich und biegsam, dabeiimmer undurchsichtig. In der Ruhe decken sie den Leib von oben, indemsie meistens ihre inneren Ränder dicht aneinander schliessen, eine Naht (sutura)bildend. Bei manchen Arten, denen die Hinterflügel fehlen, sind die beidenFlügeldecken in der Naht verwachsen. Die Oberfläche der Flügeldeckenheisst die Scheibe (discus), dann unterscheidet man den Seitenrand (margolateralis) und den Nahtrand (margo suturalis). Der Schulter Winkel istdie vordere Ecke des Seitenrandes, der Schild Winkel die Ecke an demzwischen beiden Decken liegenden Schildchen, der Spitzenwinkel befindetsich am hinteren Ende der Naht. Bei manchen Käfern stossen die Deckenin der Mitte nicht zusammen, sondern klaffen , bei andern sind sie so kurz,dass sie nur die vordersten Hinterleibsringe bedecken.
Unter den Flügeldecken liegen die Hinterf 1 ü ge 1 (alae Taf. I Fig. 1 p), diebeim Fliegen die eigentliche Arbeit zu verrichten haben. Sie sind häutig,glasig, durchsichtig und geadert und können sowohl der Länge nach gefaltet,als einmal eingeknickt und so unter die Flügeldecken untergeschlagen werden.Manchen Käferarten fehlen die Hinterflügel, womit ihnen auch die Möglich-keit zu fliegen genommen ist. Den Weibchen einiger Käfer z. B. derGattungen Phosphaenus, Lampyris und Drilus fehlen beide Flügelpaarev °flständig,
Die drei Fusspaare sind stets kräftig und hornig und bestehen auseiner Reihe von Gliedern. Das Wurzelstück, mit dem der Fuss in derelenkpfanne sitzt, heisst die Hüfte (coxa Taf. I. Fig. 2 r). An dieser sitzt eineines Hornstück, der sogenannte Schenkelanfang (trochanter), mit demsich ein starkes längeres Glied, der Schenkel (femur Taf. I Fig. 2 t), verbindet,^kuf diesen folgt wieder ein längeres stärkeres Stück, das Schienbein oderh) e Schiene (tibia Fig. 2 u), und hieran schliesst sich das aus 2 — 5 kleinerenliedern bestehende Endstück des Fusses, die Tarse (tarsa Taf. I Fig. 2 v). Das^ z e Glied der Tarse ist stets das längste und trägt zwei Klauen, Krallen,a< \$ 6 n (Unguiculi Taf. I Fig. 2 x), die bald frei, bald teilweise verwachsen, baldi» icfigross, bald ungleich und manchmal an der gebogenen Kante gezähnelt• Selten ist nur eine Klaue vorhanden, und ebenfalls selten sitzt zwischenei ) beiden Klauen noch eine kleinere doppelte Klaue, die Afterklaue,Z ' B - bei Lucanus.
Der Bau der Beine, die Form und Grössenverhältnisse der einzelnenDa e a ^ er s ' n d nach der Lebensweise und der Verrichtung verschieden.g^ S häufigste sind die Laufbeine, bei den Wasserkäfern findet manWlrn m b e in e; die Springbeine, mit denen die Tiere flohartig'hüpfen,st ark^ UrC ^ Star k ver< ^’ c kte Schenkel ausgezeichnet, die Grabbeine haben~ e Hüften und besonders grosse und starke, meist gezähnelte Schienen.