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von etwa 7 mm Weite besteht, und dessen Ring an den des äusseren Sackesgut anschliesst. Man passt die Säcke zusammen und füllt in den innerenAnspülicht, Waldmoder, Modererde, Lauberde etc. und siebt durch.
6) Ein paar kleine Blechschachteln und eine Bo tan i s ier b üchs emuss jeder mitnehmen, der auch Käfer zu züchten wünscht, um Larven undFutter nach Hause tragen zu können.
Aufzucht der Käfer. Von dieser handelt es sich hauptsächlich bei denPflanzenkäfern, während die Raubkäfer weniger in Betracht kommen, undunter den ersteren wieder hauptsächlich bei Arten, die anders nicht leicht zubekommen sind.
Unter den Käfern, die im Holz oder sonstigen harten Pflanzen-teilen hausen, ist die Aufzucht am notwendigsten bei den Arten, die fastausschliesslich in dürren Wipfelästen, sogenannten Hornzacken leben (Rhyn-colus, Ptinus, Hedobia, manche Buprestiden), und denen in Nadelholzzapfenund Baumschwämmen, denn ohne Zucht erwischt man sie fast gar nie. DasMaterial an Dürrholz verschafft man sich, wenn man nach einem Sturm dieabgefallenen dürren Aeste sammelt; man sieht an den Löchern, ob etwasdarin ist, kann sich auch noch weiter durch Ablösung eines Stückes derRinde von der Anwesenheit der Larven überzeugen. Besser ist es, wennman sich mit Forstleuten, Holzhackern und Holzsammlern in Verbindungsetzt und sich das wurmige Holz bringen lässt oder die Plornzacken mitlangen Hacken herunterbricht. Zur Aufzucht bringt man das wurmige Holzin hölzerne Kästen, deren Deckel und Seitenwände grössere, durch Drahtsiebverschlossene Oeffnungen zum Durchziehen der Luft haben, weil ohne diesenLuftdurchzug die Larven leicht verschimmeln. Dann muss von Zeit zu Zeitetwas Wasser aufgespritzt werden, sonst vertrocknen sie. Larven, die unterder Rinde und im Holz stärkerer Stämme leben, sind nur zu ziehen, wennman grössere Holzstücke nimmt, weil kleine zu rasch vertrocknen. Hierbraucht man natürlich eine grössere Lokalität, z. B. ein gegen Norden ange-brachtes grosses Vorfenster, in das man Prügel- und Stammabschnitte stellenkann; denselben entschlüpfen öfters noch nach zwei Jahren Bockkäfer. Beiden grösseren Bockkäferarten wird man mit der Zucht nur Erfolg haben,wenn die Larven schon ziemlich ausgewachsen sind oder wenn man Puppenvor sich hat. Letztere müssen aber sehr subtil behandelt und namentlich genauin die Lage gebracht werden, die sie im Freien hatten, d. h. entweder mitdem Kopf aufwärts oder abwärts. Legt man sie verkehrt, so gehen sie zuGrunde, ferner müssen sie vor Luft und Vertrocknung geschützt sein undLuftzutritt haben, damit sie nicht verschimmeln.
Larven, die im Mulm und morschen Holz hohler Bäume leben (Os-moderma, Cetonia, Oryctes) bringt man mit einer genügenden Menge vonMulm und morschem Holz in grössere mit Flor zugebundene Zuckergläser,hüte sich aber, die mehlwurmartigen Larven der Ampedusarten hinein-zubringen, denn diese fressen die andern auf. Will man letztere züchten,so müssen sie apart in ein Glas kommen und mit gemeinen Larven, Ameisen-
Cal wer, Käferbuch. III