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Bezüglich der Adjustierung der Sammlung richte man sich etwa nachMan hat zweierlei Zettel a) für den Gattungs-namen, b) für den Artnamen, die in der ange-gebenen Weise beschrieben werden, d. h., derArtenzettel muss ausser Namen und Autor nochFundort, Standort oder Futterpflanze und Datumenthalten. Man begnüge sich bei einer Art niemit ein oder zwei Exemplaren, sondern stecke beikleinen Arten eine, bei grossen Arten zwei bisdrei Reihen von der Breite der Zettel; je senk-rechter und paralleler die Nadeln stecken, um sohübscher wird die Sammlung sein.
Die Zettel werden am besten mit einer eigenen Nadel auf dem Bodenbefestigt. Hiezu nimmt man die käuflichen kurzen Nadeln von etwa io mmLänge oder zwickt man von einer gewöhnlichen Nadel ein entsprechendesStück ab. Beim Anheften des Zettels vergesse man nie, denselben vorherso zwischen Daumennagel und Zeigfinger durchzuziehen, dass er sich nachaufwärts wölbt. Wenn man ihn jetzt festspiesst, so wird er sich so an denKastenboden andrücken, dass er sich nicht um die Nadel drehen kann. Werdas versäumt, ist genötigt, zu jedem Zettel zwei Nadeln zu nehmen.
Hat jemand die Absicht, eine systematische Sammlung anzulegen, sowird er gut thun, damit erst zu beginnen, wenn er einmal einige hundertArten zusammengebracht hat. Bis dahin stecke er die Käfer in der Reihen-folge, in welcher er sie fängt, in provisorische Kästchen, wobei aber jederKäfer einen an der eigenen Nadel anzubringenden Zettel mit Fundort, Stand-ort (oder Futterpflanze) und Datum erhalten soll. Erst dann lege er diesystematische Sammlung so an, dass hinter jeder Gattung genügend Raumfür die noch fehlenden Arten und unvertretenen Gattungen bleibt. Dasbeste ist natürlich, wenn man gleich Raum für alles Fehlende lässt, damitspäter kein Umstecken nötig ist. Wer das nicht will und kann, der wirdbei denjenigen Familien, welche sehr viele und besonders sehr viele kleineArten enthalten, deren Auffindung und Behandlung schon grössere Uebungund Freude an der Sache erfordert, also z. B. bei den Staphylinen undRüsselkäfern, sparen, oder deren Ordnung überhaupt auf später verschiebenwährend er für die grossen Caraben, die Lamellicornen, Chrysomelen undBockkäfer gut thun wird, den Platz von vornherein reichlich und ausgiebigzu bemessen, da man in der Regel diese Familien früher vollständig bekommtund das Umstecken bei den zerbrechlichen Bockkäfern und Caraben mehrMissstände hat, als bei manchen andern.
der beigegebenen Figur.