Band 
Erster Theil.
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Straße, wo es seinen Lebensunterhalt hinlänglich vorfand, esmarschirte von Zelna aus bei Smolensk vorbei, gerade auf'Kras-riow, wo es am 16. Nov., dem Feinde abermals zuvorgekommen,eintraf; am folgenden Tage stieß das französische Heer überraschtauf das russische, es kam zur Schlacht, in welcher die französischenGarden meist aufgelöst wurden. Am >6. Nov. kam die Nachhut,das 3te CorpL des Marschall Ney, noch 15,000 wehrhafte Män-ner an; sie hatte gleiches Schicksal, sie wurde geschlagen und zer-streuet, 11,000 Mann davon gefangen, 20 Kanonen und dergrößte Theil des Raubes von Moskau ihr abgenommen.

Doch jenseit des Dnieper vereinigte sich das Dictorsche, Dom-browskische und Oudinotsche Corps, zusammen mehr als 40,00c,Mann, mit denen noch übrig gebliebenen Trümmern des großenHeeres. « - ,

Dafür aber ruckte auch die russische Donau-Armee, von demDiceadmiral Tschitschagow befehligt, von Minsk, so wie der Ge-neral Graf Wittgenstein von Tschaönik her im Rücken des feind-lichen Heeres vor; es war ihnen aufgegeben, sich an der Derezinazu vereinigen — denn von dem Fürsten Kutusow, jetzt von Smo-lensk, war alles darauf berechnet, dort durch das Eintreffen allerrussischen Heertheile, die französische Armee gänzlich einzuschließen,und sie mit ihrem Kaiser gefangen zu nehmen.

Der Admiral Tschitschagow traf mit der Donau-Armee zuerstan der Berezina ein (am 20. Nov.), er besetzte sogleich die dreiUebergänge über diesen Fluß bei Sembin, Borissow und Zgume,33 Werst oder 3 ^ Meilen in der Ausdehnung ihrer äußerstenPunkte, entschlossen den Feind aufzuhalten, bis das russische Haupt-heer ihn erreicht haben würde.

Dagegen sendete der Kaiser Napoleon die polnische DivisionDombrowsky links gegen Borissow, das Dictorsche Corps hinge-gen ließ er aufgestellt gegen die anrückende Abtheilung des Ge-neral Grafen Wittgenstein, er selbst griff mit allen andern Trup-pen (am 2.g. Nov.) voll Verzweiflung die bei Sembin 15 Werstoberhalb Borissow aufgestellten russischen Truppen an; Borissowwurde hartnäckig vertheidigt und behauptet, bei Sembin hingegenmußten nach dem muthigsten Widerstände, die 6000 Mann RussenLer Uebermacht weichen; der Kaiser Napoleon ließ hier eine Brückeschlagen, und sehte mit 30,000 Mann in großer Eile über dieBerezina.

Da eilte der General Tschitschagow von Igume, wo er sichmit der größten Macht aufgestellt hatte, sogleich die 33 Werstherbei, zugleich rückten der General Milloradowitsch von Orzscha,der General Wittgenstein vom Flecken Tschtrega und der GrafPlatow von Towtschin heran, und alle diese Haupttheile vereinig»ten sich, das französische Kriegsheer enge aufrollend. Die Brük-ken brachen unter ihnen, taufende stürzten in den Fluß, alle Ka-nonen und alles Heergeräthe fiel in die Hände der Sieger.Der Admiral Tschitschagow eilte den Flüchtigen nach, um sichblutig zu rächen, es entkamen ihm auch wenige von diesemwilder Flucht aufgelöseten Heere, und selbst wenige von der erst