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g) Die Reserve aus Italien unter dem Gen. Bertrand befandsich auf dem Marsche nach Deutschland, und war bereitsbis nach Tyrol vorgerückt.
9) Das Hauptquartier der großen Armee und des Vice-Königsvon Italien kam nach Leipzig, wo es bis zum 21. Märzverblieb.
Die disponiblen Militärkräfte von Frankreich und die seinerVerbündeten mi>gerechnet, zur Bildung eines neuen KriegöheereSzum Kriege gegen Rußland betrugen im April iüi 3 nach derBeilage 9:
/) an Franzosen und Italienern. 289.479 Mann
2) an vorhandenen Reserven der Bunde s -Tru ppen 20 ,000 Mannund 4 ?oo Pferde. Zusammen 309,629 Mann.
Die als Besatzung in den Festungen an der Weichsel und Oderbefindlichen Truppen betrugen zusammen 57,400 Mann.
Nachdem nun Preußens Volk für die Sicherheit der Personihres erhabenen Monarchen, so wie für die der erlauchten Perso-nen ihres königlichen Hauses, in dieser so verwickelten Lage mitgroßem Rechte tief bekümmert, doch auch alle fest entschlossenwaren, sie im nöthigen Falle mit dem eigenen Leben zu vertheidi-gen, da verließ zu ihrer Freude der Monarch am 2r. Januar dieStadt Potsdam und reisete nach Breslau, wo er ohne Unfallam 24. Januar eintraf; es folgten ihm dahin die königlichenKinder, so wie die Garde-Truppen, da sich bereits der größteTheil der vorhandenen preußischen Militärkräfte dort zusammen-gezogen hatte, so konnte jetzt der König, umgeben von seinemKriegsheere, jeden freien Entschluß erklären.
Noch war immer nichts über die Verbindung mit Rußlandzum Kriege gegen Frankreich ausgesprochen, als der König amz. Februar alle Jünglinge vom lüften bis zum 2gsten Jahre zuden Massen rief, als Freiwillige zu Fuß oder zu Pferde seinKriegsheer zu verstärken in der gefahrvollen Lage des Vaterlandes;am 9. Februar wurde die Kantonverpssichtung über alle dienst-fähige Männer ausgedehnt, und niemand sollte hinfort von Kriegs-diensten ausgenommen seyn. Die Völkerschaften bisher nach Pro-vinzen abgesondert, wurden jetzt durch ein sichtbares Zeichen zueinem ganzen Volke erhoben, das einen Namen führt, durch dietiefe Bedeutung einer preußischen Nationalkokarde, die zu tragenam 22. Januar verordnet wurde. Aus allen Gegenden desReiches strömten die freien Krieger bekleidet und bewaffnet, jegli-chen Alters und jeden Standes herbei. Mit den jubelndenSchaaren der Jugend von den Universitäten und Gymnasien, auSden Kunst- und Werkstätten füllten die kräftigen Männer von«Adel- Bürger- und Bauernstände die Heerstraßen. Waffen gabenalle, die ihrer mehr besaßen, als sie selbst zu tragen vermochten-Das Weib, die Mutter und die Schwester, bereiteten daheim inFreudenthränen, was der Krieger sonst noch bedurfte, und uner-meßlich waren die freien Opfer, die das ganze Land auf denAltar des Vaterlandes niederlegte. Alles was geschah, noch nie