Band 
Erster Theil.
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gesehen und vernommen, kam aus der innern Seele des Volks,das noch auf das Wort der Regierung mit ungeduldiger Sehn»sucht harrte. ,

Endlich am !?- Marz^ sprachs der König an sein Volk undan sein Kriegsherr, was das ganze Land geahndet und gewünscht:daß er sich anschließe an Rußlands Kaiser und an seine Macht<m gerechten Kriege gegen Frankreich: wie er fest entschlossen sey,sein Volk zu befreien vom schmählichen und entehrenden Drucke:wie er zu den Waffen greife voll Muth und Vertrauen, denn esschwebe jedem Einzelnen vor: was er und die Seimgen, und dasganze Velk geduldet: wie er große und kühne Thaten erwarke^von dem Volk und dem Kriegsheere, weil es das Vaterland vorUnterjochung schützen, und den Thron seiner angestammten Fürstenerhalten solle. Wie es also, da es die Güter: der Ehre, Freiheilund Selbsterhaltung gelte, ein Volkskrieg werden solle, mit keinemandern als großem Ziele — im segenverbreitenden Frieden, odevwas Gott verhüte, im ehrenvollen Untergänge. Der Glaube anGott, der unbefleckte Wille und das reine Streben in einer heili-gen Sache, könnten nicht zu Schanden werden lassen, und dieWunder der Gegenwart, die Thaten der glorreichen VorfahrenMit der Liebe für das Vaterland und der Liebe, die er für sichund sein königliches Haus vom Volke hoffe, wie er sie für dasVolk empfinde, bürgte für die herrliche Vollendung.

Aufgerufen wurde darauf das ganze Volk, zur Vertheidigungdes Vaterlandes die Waffen zu ergreifen. Landwehren sollten dieStreiter genannt werden, das Zeichen des Kreuzes auf ihrer StirnMit der Zuschrift: mit Gott für König und Vaterland; die abernicht auszögen gegen den Feind, sollten bewaffnet, wenn der Feindin ihre Feldmarken eindringen wolle, in einem Landsturm sich er-heben, und schützen Haus und Hof, Weib und Kind; denn"och niemals hat sich ein feindlich Heer behauptet in einem Lande,

alles Volk die Waffen ergriffen. — Des Königs Sache war7^ Sache seines ganzen Volkes, und der König verhieß zu be-yneu die Würdigsten mit dem Zeichen des eisernen Kreuzes, zummeldenden Denkmal gestiftet für die, welche in eiserner Zeit diegasten würdig getragen, oder vorangegangen in hoher Erfüllung

Bürger-Pflicht. .

Da erhob sich von Begeisterung ergriffen das ganze preußischeA°ik zum nachahmenden Beispiel für die übrigen Volker, und für"„gefallene Völker künftiger Zeiten. Die aufgeklärte Anerken-»ö««-Wahrheiten, der höchsten und heiligsten Menschenrcchterönne r«m Volk entbehr, Gefahren entscheide nicht die vber-Zahl, sondern der Wille und der Muth, und Theil nehmenMuffe alles an einem grüßen Kampf ohne Unterschied so fern esvnne; diese einfachen Gedanken waren der Hebel der Vernunft.

tiefe Kränkung, die dem Besitze und dem Erwerbe durch"eben boft Jahre mit der beispiellosesten Frechheit zugefügt waren,"tflammte die still genährte Glut für das Verlorne Gut des alrenAhrns und leidenschaftlicher Haß und Rache trieben sie --^ue Flammen auf. Und endlich Glück dem. Lande, wo Fürst und