Band 
Erster Theil.
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schützen überdieß noch dem Kartätschenfeuer aus der Festung" aus-gesetzt waren, so befahl der General Kleist, sie aus der Ziegeleibis nach der Scharfrichterei zurückzuziehen.

Von den 2Zsten und Listen russischen Zager-Regimentern,wurde die Vorstadt zwischen dem Elster Thore und dem Traguh-ner Busche genommen, der Feind hatte selbige nur schwach be-setzt, so daß es auf diesem Punkte zu keinem Hauptgefechte kam,doch wurden durch die Jäger wegen der Schnelligkeit ihres An-griffes mehrere Gefangene gemacht. Um 2 Uhr Nachmittagshörte das Feuer von beiden Theilen auf, und der Feind unter-nahm nichte mehr. Die Vorstädte wurden von den Truppen be-setzt, die sie genommen hatten, die beiden Bataillons des 2ten ost-preußischen Infanterie-Regiments lagerten am Eichbusch, an derrothen Mark. Das erste Bataillon des Regiments Colberg, andem Walde links des Eichbusches, das 2te Bataillon des Regi-ments Colberg auf dem Weinberge, die beiden russischen Iager-Negimenter bei Traguhne, und die Kavallerie in den Intervallenzwischen dem Fußvolk, wie sie nach der Anordnung zum Angriffgestanden hatte.

In der Nacht vom i7ten zum '8ten, wurden auf Befehl desGenerals Grafen Witcgenstcin, vier Batterien erbaut, und zwarzwei große zu ,i und 12 Geschützen, und zwei kleine jede zu zweiHaubitzen. Als diese Batterien mit Tagesanbruch vollendet wa-ren, wurde der Rittmeister und Adjudant von Strautz als Parle-mentair nach Wittenberg geschickt, um diese Festung zur Über-gabe aufzuforden; da sich jedoch der feindliche Gouverneur in keineUnterhandlungen einlassen wollte, so fing man des Morgensum 9 Uhr an, die Stadt aus 27 Stück Geschützen zu beschießen,man bemühte sich mit Haubitz-Granaten und Brandkugeln, vor-züglich die Magazine in Brand zu stecken, allein trotz allen Be-mühungen wurde kein großer Schade verursacht. Der Feind be-antwortete das Feuer nur selten, noch weniger beunruhigte er dasFußvolk in den Vorstädten. An diesen beiden Tagen wurde, wienatürlich, auch der Brückenkopf auf dem linken Ufer der Elbe, vonden russischen Truppen unter dem Gen. KasatschkowSky, mehreremalesehr lebhaft angegriffen, allein dieser wichtige Posten wurde vondem Feinde auf das ehrenvollste vertheidiget und behauptet. Nach-dem der General Graf Wittgcnstein gesehen hatte, welche Tapfer-keit und Ausdauer es seinen Truppen gekostet hatte, um die äußer-sten Vorstädte zu erobern, und sich überzeugt hatte, daß diese mitriefen Wassergraben, mit zahlreichen Kanonen und hinlänglicher-knannschass vertheidigte Festung nicht ohne Belagerungsarbeiten zuerstürmen sey, s» ließ er, als es dunkel geworden war, alle Trup-As" a frühere Blokade Aufstellung, nur mit dem Unter-schiede, daß die Vorstädte bis unter das Glacis von den Vorpostenbesetzt wurden, zurückkehren.

In dem Gefechte am i7ten April, verlohr der Feind an Ge-fangenen einen Oberstlieutenant, einen Capitain und 126 Soldaten;vn Todten und Verwundeten zählte er einige hundert Mann, auchder Verlust der Preußen und Russen war sehr bedeutend.