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Diese Disposition wurde von allen Truvpen auf das pünkt-lichste ausgeführt, doch vor dem Angriff erhielt der General Kleistdie Nachricht, daß der Feind in dieser Nacht ein Detaschemcnt,nach der neuen Mühle schicken wolle, um die Stäudung zu zer-stohren, wodurch der Stadt das Trinkwaffer war abgeschnittenworden. Es wurden deshalb schon um g Uhr des Abends 2 Com-pagnien pom Füsilier-Bataillon Funk nach der neuen Mühle ge-sendet, um den Feind an seinem Vorhaben zu verhindern. Dieserzeigte sich jedoch nicht, und als die Kolonne des OberstlieutenantsSteinmetz bei der Mühle ankam, stießen diese beide Compagnienwieder zum Bataillon, um der gegebenen Disposition gemäß gebrauchtzu werden.
Es war Z Uhr des Morgens, als die verschiedenen Kolonnenauf ihren angewiesenen Plätzen zum Angriff bereit standen, der-selbe erfolgte nun zuerst von der Füsilier-Compagnie, die von Pie-stritz längs der Elbe vorging, und bei der Scharfrichterei auf denFeind stieß; es gelang ihr, ohne großen Widerstand, bis zu derZiegelei vorzurücken, und sich sogleich zu behaupten, indem das isteBataillon des 2ten ostpreußsichen Regiments bei der Scharfrich-terei als Reserve stehen blieb.
Um dieselbe Zeit stießen die Scharfschützen der drei Compag-nien des Füsilier-Bataillons des uten ostpreußischcn Infanterie-Regiments vyr dem Eichbusch auf den Feind; eö waren jene zweiBataillons unter dem Brigade-General Bourdet ungefähr Uoo —rooc, Mann stark, welche aus der Festung herausgeschickt waren,um gegen die neue Mühle zu dem oben erwähnten Zwecke vorzu-rücken. Das Feuer wurde hier hehr heftig, und im ersten Augen-blick wurden sogar die Scharfschütze» durch die Uebermacht zurück-gedrängt, doch laum war ihre Unterstützung herangerückt, als auchder Feind geworfen wurde, der sich nun einen trocknen tiefen Gra-ben entlang zurückzog. Unterdessen war das Füsilier-Bataillondes co bergschen Infanterie-Regiments, ohne großen Widerstand,vom Weinberge und von der Berliner Straße aus, bis in dieVorstadt gedrungen, den Feind bis zum Glacis verfolgend; als derMajor Rekow das starke Feuer in seiner rechten Flanke hörte, de-taschirte er ssogleich eine Compagnie unter dem Hauptmann Hugoin den Rücken des Feindes, um seinen Waffengefährten Luft zumachen; diese Compagnie erhielt, von dem in dem Graben liegen-den Feinde, ein sehr heftiges Feuer, allein die wiederholten Angriffe,um diese Compagnie zurückzuwerfen, scheiterten, und der Feind sahsich endlich genöthrget, durch den Graben gedeckt, zwischen Gräbenund Zäunen vereinzelt, seinen Rückzug nach dem Schloßthore an-zutreten, hier wurde das Füsilier-Bataillon des colbergschen Regi-men:«, von einem sehr heftigen Gnvehrfeuer, aus dem sogenanntenArmenhause, welches drei Stockwerk hoch ist, und pallisadirt war,empfangen — aber das Bataillon behauptete sich, und das Feuerhörte endlich auf.
Der Posten an der Ziegelei wurde während dieser Zeit, drei-mal vom Feinde genommen, und eben so oft von den Preußenwieder erobert. Da aber die hier aufgestellten tapfern Scharf-