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Das Corps des Gen. Lleut. Baron Winzingervde, stelle seinesämmtliche Kavallerie bei Lätzen auf, und formire dadurch dieAvantgarde des Corps, es sende starke Vorposten-Detaschementsnach Osterfelde und nach WeissenfelS, und fein Fußvolk stehe zurUnterstützung in Zwenkau bereit. Die Reiterei-Vorposten würdenden Zwischenraum zwischen dem Wege von NaNmburg nach Mer-seburg, und von Naumburg nach Jena beobachten, und überhauptalle Vorposten des Feindes niemals aus den Augen verlieren.
Der General der Kavallerie v. Blücher beziehe Mit seinenTruppen enge Kantonirungöquartiere zwischen Altcnburg undBorne, er habe ein starkes Kavallerie-Detasthement in Gcra, undseine Vorposten stunden von Jena an über Aume bis nachSchleiß hin.
Der Gen. der Infanterie Milleradowltsch bleibt in Chemniß,bis entscheidende Nachrichten über das gewisse Vordringen desFeindes gegen Leipzig eingegangen seyn werden. Alsdann wirder auch bei Annäherung der großen Armee nach Waldenburgmarschiren. Er werde ein Kavallerie-Detaschement in Zwickauhaben, und seine Vorposten von Schleiß über Plauen bis nachAdorf ausdehnen.
Die große oder Reserve-Armee werde über Rossen und Frei-berg bis nach Rochlih vormarschiern.
Es scheint zwar, so fügte der General hinzu, nach den jetzi-gen Bewegungen des Feindes, daß derselbe seine Hauptmacht inder Gegend von Naumburg vereinige, und es wird daher sehrwahrscheinlich, daß er Willens ist über Leipzig gegen Torgau vor-zudringen, um dadurch unsere Operationslinie der untern Oder,von der des Bober und der Queis zu trennen, und selbst eineinnere Operationülinie zu gewinnen; unsere Stellung und Dispo-sition muß jedoch so seyn, daß wir auch, im Fall seine Absichtgelingen sollte (im entgegengesetzten Falle) dem Feinde auf jedemPunkte, unter Vortheilhaften Umständen eine Schlacht geben können.
Im ersten Falle, bei dem Vordringen eines sehr über-legenen Feindes über Halle. Sollte er daher über Halle vordrin-gen, so ziehet sich der Gen. Lieut. Kleist, durch den Gen. Lieut.Park unterstützt, gegen Leipzig; jedoch muß die Eroberungvon Halle, und der Marsch von da nach Leipzig dem Feinde zweiMärsche kosten, um unserer Armee zur Vereinigung mit demBlücherschen Corps die nöthige Zeit zu geben.
Im zweiten Falle, bei dem Vordringen des Feindes überNaumburg oder Merseburg. Die Generale Berg und Winzin-gerode, so wie auch das Fußvolk des letzter«, ziehet sich ebenfallsnach Leipzig, und es läßt der Gen. Winzingerode nur einenSchwärm von leichter Reiterei gegen Naumburg und Jena zurück.Sollte der Feind mit der ganzen Macht kommen, so marschirt derGen. Blücher mit einem Marsche nach Grimma, eben dahin auch dieReserve-Armee. Mit dem zweiten Marsche vereinigt sich alles beiWurtzen, und zwischen diesem Orte und Leipzig, wohin der Gen.Milleradowltsch zwei forcirte Märsche machen muß, geht die ver-einigte Kraft dem Feinde offensiv entgegen.