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besetzte er.die Stadt, und namentlich, jene geysnnte ,.5 Thore, mitseinem Fußvolk; damit er . aber nicht umgangen, werden konnte,so wurde seitwärts der Vorstadt Neumark, bei eines an der Saaleliegenden Wassermühle und ihrem Garten, eine Compagnie undzwei Geschütze, und hinter der Neumarksvorstgdt Pferde und2 Geschütze, als Reserve aufgestellt. Als der: Fe,ind nun heran-rückte, kam es zu einem lebhaften Scharfschützen Gefechte, auf demganzen Umfange der Stadt, vom Sixthore bis zum Klausthore;die preußischen Scharfschützen mußten sich, da die Umgebungen d?rStadt kein vortheilhafres Gefecht gestatten, in die Stadt zurück-ziehen, deren Thore hierauf y.errammrlt wurden. Der Feind stelltenun sein Geschütz auf die Anhöhen am Klauöthore, suchte dieStadt auf der rechten Seite zu umgehen, und rückte mit demFußvolk in geschlossenen Kolonnen vor. Das Gefecht, dauerte unun-terbrochen fort, es suchte der Feind vornehmlich, durch die Umge-hung der Stadt, sich der Brücken zu bemächtigen, allein er wurdedurch Kartätschen und durch das,kleine Gewehrfeuer, von der aufdein rechten Ufer liegenden Mühle zurückgehalten; und als es ihmsogar gelungen war, durch einen andern Eingang, als durch dieThore in die Stadt zu. dringen, wurde er durch einen kühnen undtqpftrn Angriff mit dem .Bajonett zurückgeworfen. Zetzt war aberdas Gefecht schon so heftig, und die Uebermacht des Feindes sogroß, daß eö die höchste Zeit.war, die preußischen Truppen zurück-zuziehen.- Nachdem aus den letzten Truppen eine Nachhut gebil-det worden war, welche die nach der Brücke führende Straße be-setzt hielt, wurde dieser Rückzug um 5 Uhr Nachmittag angetreten;eine von den Abtheilungen, welche die Thore vertheidiget hatte,wurde abgeschnitten und gefangen gemacht. Der Major Lobenthalbewerkstelligte seinen Rückzug über die Brücke, von den feindlichenScharfschützen verfolgt, gedeckt durch die sinnigen uud durch dseKosaken; er eilte, um die Defileen von Dölzig zu erreichen, stelltesich hinter der Luppe auf, deren. Uebergänge er besetzte. Der Feindverfolgte nicht weiter und er sehte auf der großen Straße nachLeipzig, seinen Marsch über Klein-Lindenau bis nach Skeuditz fort,wo er sich wieder mit dem Hauptcorps vereinigte.
Das Gefecht zeigt auf den ersten Blick die schwierigen undgefahrvollen Momente, die nur durch die tapferste Ausdauer undGeistesgegenwart bestanden werden konnten.
Ais der General Kleist erfuhr, daß der Feind die StadtMerseburg besetzt habe, und mit sehr bedeutender Macht ihm inder linken Flanke stehe, so verließ er noch um Mitternacht dieHalle und zog sich gegen Skeuditz zurück,v der französischen Armee fand folgende Bewegung statt:-der Kaiser Napoleon verlegte sein Hauptquartier nach Naumburg,daö Zte Corps des Marschalls Ney war auf dem Marsch nachWeißensels. Die Avantgarde desselben, unter dem GeneralSouham, stieß um 2 Uhr Nachmittags, auf das Detaschementdes Generals Landskoy; der General Souham hatte keine Rei-terei bei sich, griff jedoch, ohne diese abzuwarten, die russischenVorposten an. Der Generak Landskoy ließ sogleich 12 reitende