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»es preußischen Volkes und sein gebildeter Theil, von den Gefüh-len der Liebe zum Vaterlands und Könige, und für wahre Ehrehoch begeistert. Glühende Rache entbrannte das Gemüth, undder Kampf war eine Ehrensache, die jeder einzeln mit dem Feindeauszufechtcn hatte; die Todten ringsumher lagen da mit verklär-tem Angesicht, denn sie waren mit dem Gefühle aus der Weltgegangen, daß sie ihr Vaterland und sich selbst gerächt; auch hörtenian keinen Klageton des Verstümmelten, weil die edlern Gefühleselbst den Schmerz besiegten, keine Trauer über den gefallenenFreund und Waffenbruder, denn er war ruhmvoll gefallen, das /dankbare Vaterland wird ja seinen Nahmen nennen, als Held,dem es seine Rettung verdankt. Es war beneidenswerth in denlichten Augenblicken der dunkeln Schlacht, als die Preußen denSieg zu erkämpfen vermeinten, den ruhmvollen Tod gefunden zuhaben, denn unglücklich dünkten sich jene, die, als es Abend gewor-den, das mit so edlem Blute so theuer erkaufte Schlachtfeld, demFeinde überlassen mußten. Als man da mit wenig Hoffnung indie Zukunft blickte, erneuerte sich in jedem das Gelübde, sein Le-ben freudig daran zu sehen, auf daß es nur mit dem Tode allerdem Feinde gelingen könne, zu triumphiren.
Und es staunte der russische Krieger, als er die rauschend«Tapferkeit seiner Waffengefährten sah, mit Wehmuth erneuertesich ihm das Andenken des Tages von Borodins, wo Haß undVerzweiflung auch ihn ergriffen, er hieß den Preußen, als seine Hoff-nungen sanken, auf Gott vertrauen, der auch Rußland gerettet;nnd von diesem Tage an schloß er sich mit vermehrter Liebe undHingebung an den geehrten Kampfgenossen an, er hielt den Kriegnun nicht für so fremdartig mehr, als bisher, nicht sinken wollteer jetzt mehr lassen den Waffengefährten, selbst mit seinem Lebenihn zu unterstützen war er bereit — und sind einfache und ruhigeGemüther so ergriffen, so stehet ihr Entschluß fest. Auch Ruß-lands Kaiser, tief gerührt von der Liebe der Preußen zum Vater-lande und ihrem Könige, selbst edel und tapfer, diese Vorzüge er-kennend im preußischen Kriegcshcere, gelobte sichs, mit aller Machtseines weiten Reiches, zu unterstützen den gemeinsamen Zweck.
Siebentes Kapitel.
Rückzug heg verbündeten KrieasheereS, ,vom 3ten May W nachBautzcn. Vorrücken des französischen Heeres.
Am Zkcn May r6'R
^ '^be befohlen, den Rückzug in zwei Hauptkolonnen, bisnach der Elbe zu bewerkstelligen; der General Kleist mit seinemEo^,s solle sich nach Mühlberg und der General Bülow bis nachVwßlau zurückziehen.
b>-, kwt nun das verbündete Kriegsherr, mit Tagesan-
^ug vom Schlachtfelde an, und zwar in zwei