Band 
Erster Theil.
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einen Theil der russischen Nachhut abzuschneiden. Er faßte deshalb ^den Entschluß, die Division Gerard hier in der Fronte stehen zu jlassen, wahrend er sich mit der Division Charpentier unbemerktabzog, um linker Hand von Colditz, wo man eine Furth entdeckthatte, durch den Fluß zu gehen; nachdem er nun diesen hier wirk«sich passirt war, rückte er sogleich sehr schnell gegen das DorfKomischau vor, gegen welches er eine Batterie von 20 Kanonenauffahren ließ; die Brigade des Oberstlieutenant Steinmetz mußtesogleich ihre Stellung in und bei Colditz an der Mulde verlassen,und den Rückzug antreten, den sie nur unter einem sehr hart-näckigen Gefechte, während sie in ihrer Flanke dem feindlichen Ka- ^nonenfeuer ausgesetzt war, fortsetzen konnte. !

Als nun der Feind mit solcher bedeutenden Macht gegen Wald- ^heim vordrang, und die russische Nachhut des Generals Millera-dowitsch gefährdet war, von diesem Orte, und dadurch von derHauptarmee abgeschnitten zu werden , da wurde dem Oberstlieute-nant Steinmetz von den russischen Truppen,unter dem Gen. Lieut.Grafen St. Priest, ein Detaschement zur Unterstützung gesandt,es bestand aus: j

der 2ten Grenadier-Division, !

dem Leib-Garde-Uhlanen-Regiment und ,

zwei Compagnien Artillerie.

Der General Graf St. Priest stellte sich mit demselben beidem Dorfe Gersddrf, in einer sehr Vortheilhaft gewählten Stellungauf; in der er sich mit der preußischen Brigade des Oberstlieute-nant Steinmetz vereinigte, und daselbst den Feind erwartete. Esrückte hierauf der Vice-König von Italien, der sich bereits miteinem Theil der Division Gerard vereiniget hatte, und den an-dern als Reserve nachfolgen ließ, gegen diese Stellung heran, dieer mit drei Abtheilungen zu gleicher Zeit angriff; allein theils wardie Position der beiden Abtheilungen deö verbündeten Heeres stgut gewählt, theils wurden diese von ihren Führern so geschicktund übereinstimmend geleitet, und die Tapferkeit der Truppen ssausdauernd, daß der Feind trotz allen seinen lebhaften Angriffen,wahrend eines 6 Stunden langen Gefechts, seinen Zweck nichterreichte; denn die Nachhut des Generals Milleradowitsch defilirtewährend dieser Zeit, marschirte alsdann in Linie auf, und lösettdas Detaschement des Generals St. Priest ab, das seinen Mar>cküber Waldheim nach Rosten antrat, so wie die Preußen den ihri-gen nach Döbeln fortsetzten. Das Detaschement des GeneralsKorff blieb diese Nacht hinter Hartha stehen, und das Gros derNachhut unter dem General Milleradowitsch in und bei Wald-heini. , .

Das Hauptquartier der beiden Monarchen verblieb heute inDresden.

Die französische Armee hatte am Abend nachfolgendeStellung inner

das Hauptquartier des Kaisers Napoleon war in Colditz,des Vice-Königs von Italien mit dem uten Corps war »'Hartha.