den, man machte der russischen Nachhut zumVsrwurf, daß sie demUebergang und besonders das Abbrennen der Brucken zu sehrübereilt, und dadurch ihre eigenen vordersten leichten Truppen inVerlegenheit gesetzt habe. Die Schiffbrücke wurde um 2 UhrNachrnmags abgebrannt, der Brückenkopf blieb mit Fußvolk starkbeseht, und die in der Neustadt, so wie auf dem rechten Ufer aus-gestellten Scharfschützen, beunruhigten von dort aus, die jenseitigeStadt und den dort aufgestellten Feind. Der König von Preußenwohnte dem Uebergange der russischen Truppen und diesem Ge-fechte bei, bis es am Nachmittage beendiget war; und nahm hier-auf sein Hauptquartier im Dorfe Weißig. Der Kaiser Alexan-der' hatte schon um Z Uhr, des Morgens die Stadt Dresden ver-lassen, und sein Hauptquartier nach Bischofswerda verlegt.
Schon gegen >2 Uhr des Mittags trafen die Vordertrupperrdes französischen Heeres in der Altstadt Dresden ein; ihnen folgtender Vice-König mit einer Division des uten Armee-Corps, wäh-rend die andere Division des Generals Maison sogleich außerhalb 'der Stadt gegen den Brückenkopf anrückte; bereits am Nach-mittage traf der Kaiser Napoleon in der Stadt ein, nachdem erzuvor die Gegend erkannt und befohlen hatte, daß bei dem Dorfe'Priesnitz unterhalb Dresden eine Brücke zum Uebergange,gebaut werden solle.
, Sowohl die französischen Garden als alle andere Armee-,Corpsruckten am Abend, theils in Dresden selbst ein, theils blieben siein der nahen Gegend.
Das 5te Armee-Corps (Lauriston) traf in. Meißen ein.
Der r,te May.
Gegen Mittag setzten sich die preußischen Truppen von Mei-ßen aus in Marsch, mit Zurücklassung einer Vorposten-Linie, ander Elbe, und marschirttn in zwei Kolonnen nach Großenhayn; die.zur rechten wurde von dem Corps des Generals Blücher, die zurlinken von dem Corps des Generals Dork gebildet, die letzteremarschirte über Bellwitz und Lenz — cS wurde von beiden Ko-lonnen bei Großenhayn, hinter dem Flüßchen Röde ein Marsch-'lager bezogen, in welchem sich das Corps des Generals York mitdem rechten Flügel an Großenhayn lehnte, und das Dorf Nauen-.Lorf vor der Front hatte, das Corps des Generals Blücher hin--gegen mehr rückwärts bei Adeivdorf stand; das Hauptquartierder beiden Generale war in Großenhayn.
Die 4 Esquadrons des, AenLeibhusarcn-Regiments waren alsVorposten bei Lenz zurückgelassen.
Zn PulSnih trafen heute Abend Z Reserve- und 2 Marsch-bataillone unter dem Major Grafen Dohna ein, um die preußi-sche Armee zu verstärken.
Die russische Hauptarmee blieb in der. Stellung beiRadeberg stehen, weil sie durch keinen Uebergang des französischenHeeres zu einem wettern Rückzüge genöthiget wurde. Alsheute das Hauptquartier des Kaisers Alexander von Bischofs-werda ganz unerwartet rechts, nach dem kleinen Städtchen Puls-nitz verlegt wurde, und morgen das verbündete Kriegsherr bei