Band 
Erster Theil.
Seite
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Kömgsbröck vereiniget werden sollte, glaubte man allgemein, daßauf die feindlichen Corps, weiche die Eibe passiren würden, hiexsogleich ein Angriff geschehen, und erst durch eine Schlacht über.den weitem Rückzug entschieden werden solle.

Der König von Preußen nahm sein Hauptquartier in dem.Dorfe Lichtenberg-

Schon mit Tagesanbruch sing. der Feind an, neben der stei-nernen großen Brücke, in Dresden, die Anstalten zum Bau einerSchiffbrücke zu machen, weshalb er uv Stück Geschütz auf der.Terrasse im Brühlschen Garten auffahren ließ, weiche die Russenvon der Neustadt her sehr lebhaft beschossen, später wurden Zoo,Scharfschützen auf einer stiegenden Brücke, unter dem Schuhe jener'Kanonen, auf das rechte Ufer übergesetzt; es kam zwischen ihnen-und den russischen Scharfschützen zu einem sehr lebhaften Ge-,fechte, in welchem sich die Franzosen zu behaupten wußten,, bisihnen Verstärkung nachrückte, welche alsdann die Russen zum Ruck-zuge zwang. -

. Es meldete der Gen. Maj. Kqrpow, welcher die Vorpostenbefehligte, daß die Franzosen unter Begünstigung der Nacht, beidem Dorfe Priesnih, dem auf dem rechten Ufer der Elbe .liegen-den Dorfe Pirschen gegenüber, den Bau einer Brucke .angefangen,und diese auch beinahe vollendet hätten, und daß jetzt .unter demSchutze von Z6 Kanonen, auch bereits ein Theil feindlicher Scharf-schützen auf Kähnen übergesetzt sey. Der General. Milleradowitschbeorderte sogleich das /ste Infanterie-Corps des Generals.Mar-kow und ein Detaschement Reiterei nach dem Dorfe Putschen, nn-dem er zugleich befahl, der feindlichen. Artillerie eine gleiche An-,zahl von Geschütz entgegen zu setzen, um dadurch den Uebergangdes Feindes zu verhindern.

Es wurde auf diesem Punkte eine sehr lebhafte Kanonadeeröffnet, und der Feind errichtete auf dem höher liegenden linkenblfer der Elbe immer mehrere Batterien,, wodurch er dein rus-sischen Feuer überlegen wurde, auch sehten immer mehrere Scharf-schützen und anderes Fußvolk über, die sich endlich des DorfesPutschen bemächtigten. — Die russischen Infanterie-Regimenter,obgleich dem heftigsten Kartätschen- und kleinen Gewehrfeuer unun-terbrochen ausgesetzt, behaupteten sich dennoch lange mit ausge-zeichnetem Muth, umsonst waren alle Anstrengungen der vier ruftlsschen Batterien (der 2ten und Iosten schweren,- der Zten leichtenund der reitenden Batterie Nr. 6.) die man aufgestellt hatte, um dennevergang ^s Feindes zu verhindern; sie thaten dem Feinde zwargroßen Schaden, verhinderten auf lange Zeit das Gelingenseiner Unternehmungen, allein endlich wurde das feindliche Feuer,aus 80 Stücken Geschütz dem russischen gänzlich überlegen; dasherübergekommen? feindliche Fußvolk wurde mehrcremale von demtapfern Archangelg^rodschen Infanterie-Regiment, unter Anführungdes Oberstlieutenants Schindschin, mit dem Bajonett angegriffen,und auch noch o>nige>nal zurückgedrängt; allein endlich unterlag die^apferkeit der Uebermacht, und die Russen zogen sich mit ein-kochendem Abend von diesem Punkte etwas zurück.